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rbbonline | Die rbb Reporter


Autor Jean Boué erlebt einen Tag und eine Nacht ein Berliner Biotop, das Dorf und Bundesstraße ist, schön und hässlich zugleich.
Die Potsdamer Straße ist eine der großen Trassen Berlins. Täglich passiert ein unaufhaltsamer Strom aus Verkehr und Menschen die Straße. Zwischen Kleistpark und Potsdamer Platz erstreckt sich die Magistrale als Türkenkiez, Rotlichtviertel und Tummelplatz der Kunstszene.
Nur für kurze Augenblicke, früh am Morgen, ist es still auf der Potsdamer Straße. Sie ist eine der großen Trassen Berlins. Täglich passiert ein unaufhaltsamer Strom aus Verkehr und Menschen die Straße. Die Läden am südlichen Ende sind alle gleich: Dönerbuden, Männerklubs und Automatencasinos. Hier hält kein Bus mit Touristen. Den Glanz besserer Tage findet man auf Hinterhöfen.
Aber es gibt sogar Menschen, die verlassen ihre feine Wohngegend, um hierher zu ziehen – wie die Künstlerin Susanne Riée. Zwischen Kleistpark und Potsdamer Platz erstreckt sich die Magistrale als Türkenkiez, Rotlichtviertel und Tummelplatz der Kunstszene, als Sammelbecken der Übriggebliebenen.
Einer von ihnen ist der Antiquar Wolfgang Staschen. Für ihn ist die Straße ein Vielvölkergemisch, eine Gegend, die von der Vergangenheit lebt.
Film von Jean Boué
(Erstausstrahlung am 31.08.11)
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/doku/die_rbb_reporter1/beitraege/im_schatten_von_mitte.html