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rbbonline | Untertitel-Angebot


Mascha Nandzik
Hallo, ich bin Mascha. Ich bin 16 Jahre alt und habe zwei Wochen in Potsdam beim rbb ein Praktikum gemacht und das kam so ...
Am Anfang wollte ich eigentlich irgendwas im Bereich Journalismus arbeiten. Vor drei Monaten hatte meine Lehrerin gesagt, dass es kein Praktikum, das mit Journalismus zu tun hat, gibt. Aber sie machte mir den Vorschlag, dass ich beim rbb in der Redaktion Untertitelung arbeiten kann. Das akteptizierte ich einfach.
Und ich stellte mir vor, dass ich viel mit Technik arbeiten würde. Es würden dort bestimmt viele Leute in einem großen Raum mit vielen Computern, Telefonen, Mikros, Kopfhörern und verschiedenen Techniken sitzen. Und ich verstand nicht, wie ich mit Untertitel arbeiten kann, weil ich gehörlos bin. Und ich dachte, man muss über Kopfhörer hören, was in der Sendung gesagt wird und schreibt schnell die Untertitel. Danach schickte ich in einer E-Mail meine Bewerbung und meinen Lebenslauf zum rbb in Potsdam.
Sie nahmen mich als Praktikantin schnell an. Ich bekam auch eine Kommunikationsassistenz. Pauline war zeitweise mit mir in Potsdam und hat für mich in Gebärdensprache übersetzt, was die Redakteurinnen gesagt haben und umgekehrt. Am ersten Tag kam ich zu spät, der Weg war kompliziert. Und meine Vorstellung von dem Beruf und Ort war ganz anders. Das rbb-Gelände in Potsdam Babelsberg ist ein schönerer Ort als ich dachte!
Es ist wie ein kleines Dorf, dort gibt es schöne alte Häuser, in denen die Büros, der süße Bäckereiladen und die Kantine "Teestube" sind. Das Gelände ist in der Nähe vom Filmpark Babelsberg. Ich arbeite zwei Woche in der "Großen Villa". Frau Franz war oft meine Ansprechpartnerin. Sie stellte mich ihren Kollegen, die in unterschiedlichen Räumen sitzen, vor, sodass wir uns kennen lernen konnten. Die Kollegen arbeiten an verschiedenen Aufgaben; sie bearbeiten die Videotexte, gestalten die Webseite, schreiben die Untertitelungen usw.. Es war sehr interessant zu sehen.
An einem Tag erklärte mir eine Kollegin, wie man mit Untertiteln arbeitet. Es geht so: Man muss den Text von einer Sendung (zum Beispiel "Quivive") haben und schreibt in einem Programm (zum Beispiel WinCAPS) die entsprechenden Untertitel. Der Untertitel sollte nur zwei Zeilen lang sein und sollte nur vollständige Sätze beinhalten, keine halben. Und dann, wenn die Sendung kommt, fügt man die Untertitelung in die Sendung ein. Der Untertitel muss zur richtigen Zeit zur Sendung hinzugefügt werden. Zwei Kollegen brauchen ungefähr einen Tag, um die Untertitel für eine Sendung (45 Minuten) zu bearbeiten. Dass das so lange dauert, habe ich nicht gewusst.
Ich finde, dieser Beruf ist interessant, aber das möchte ich später nicht machen. Welche Berufsrichtung für mich die richtige ist, weiß ich noch nicht. Für mich geht es jetzt erst einmal wieder zurück in die Schule. Ich bin gespannt, was meine Freundinnen und Freunde in ihrem Praktikum erlebt haben … : )
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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