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rbbonline | Landtag Brandenburg | 2008 | 17. Dezember

Im Parlament
Im Parlament
Euro-Geldscheine und Münzen; Quelle: dpa

17. Dezember 2008

77. Sitzung des Brandenburger Landtags

Zum Auftakt der Sitzung gab Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) eine Regierungserklärung zur internationalen Finanzkrise und den Folgen für Brandenburg ab. Wegen einer Bombenentschärfung begann die Sitzung verspätet mit abgespeckter Tagesordnung. _mehr

TOP 1 - Regierungserklärung

Matthias Platzeck (SPD); Quelle: rbb

Matthias Platzeck (SPD)

Brandenburgs Ministerpräsident sieht die Ursachen für die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise in einem "zügellosen Kapitalismus". Die Krise zeige, was passiert, wenn Geld die Welt zu regieren versuche. Die Herrschaft der marktradikalen Ideologie sei "mit einem lauten Knall" zu Ende gegangen.
Redemanuskript _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Regierungserklärung
  • Regierungserklärung, 17.12.08

Aussprache

Kerstin Kaiser (Die Linke); Quelle: rbb

Kerstin Kaiser (Die Linke)

Die Fraktionsvorsitzende fordert eine gerechtere Verteilung des Reichtums. Der Kasino-Kapitalismus sei zusammengebrochen. Auch die politisch Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Kerstin Kaiser (Die Linke)
  • Kerstin Kaiser (Die Linke), 17.12.08
Günter Baaske (SPD); Quelle: rbb

Günter Baaske (SPD)

Der Fraktiionschef versichert, dass die Sozialdemokraten alles tun würden, damit kein einziger Arbeitsplatz durch die Krise verloren geht. Als besonders wichtig bezeichnet er Investitionen in die Bildung, "in die Köpfe". Der Linken warf er "Tonnenideologie" vor. Die brauche Brandenburg nicht. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Günter Baaske (SPD)
  • Günter Baaske (SPD), 17.12.08
Liane Hesselbarth (DVU); Quelle: rbb

Liane Hesselbarth (DVU)

Die DVU-Fraktionsvorsitzende hebt hervor, dass die Brandenburger nun Zuverlässigkeit, Vertrauen und Hilfe bräuchten, aber nicht Versprechen, die nicht gehalten werden. Der Binnenmarkt drohe zu kollabieren oder auf ein Minimum zu schrumpfen. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Liane Hesselbarth (DVU)
  • Liane Hesselbarth (DVU), 17.12.08
Thomas Lunacek (CDU); Quelle: rbb

Thomas Lunacek (CDU)

Der Fraktionsvorsitzende warnt vor Panikmache und Aktionismus. Es sei nicht die soziale Marktwirtschaft, die versagt habe. Brandenburgs Wirtschaft stehe auf einem soliden Fundament und habe gute Zukunftsperspektiven. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Thomas Lunacek (CDU)
  • Thomas Lunacek (CDU), 17.12.08
Kerstin Kaiser (Die Linke), rechst dahinter Gunter Baaske (SPD); Quelle: rbb

Kerstin Kaiser (Die Linke)

wehrt sich gegen den Vorwurf der Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD gegenüber der Linken, sie würde nur Pessimismus verbreiten. Die Zahlen, die sie genannt habe, seien aktuell und umfassten auch die prekär Beschäftigten. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Kerstin Kaiser (Die Linke)
  • Kerstin Kaiser (Die Linke), 17.12.08

Reform der Forstverwaltung - 2. Lesung

Gesetz zur Neuorganisation der Landesforstverwaltung

Die Landesregierung möchte eine Landesforstverwaltung errichten. Dazu müssen die Strukturen geändert und die unteren Behörden aufgelöst werden. Das Gesetz wird nach kontroverser Debatte vom Landtag verabschiedet. Gesetzentwurf

Kornelia Wehlan Die Linke (Quelle: rbb)

Kornelia Wehlan (Die Linke)

meint, dass die Forstreform klare Strukturen im Forstbetrieb zerstört. Sie befürchtet pauschale Personalkürzungen und willkürliche Auflösung von Ressorts. Ihrer Meinung nach fehlen vorab ausreichend Daten, die die Einschnitte rechtfertigen. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Kornelia Wehlan (Die Linke)
  • Kornelia Wehlan (Die Linke), 17.12.08
Martina Gregor-Ness SPD (Quelle: rbb)

Martina Gregor-Ness (SPD)

hält die Forstreform für den "größten Wurf" aller bisherigen Reformen und verteidigt die Errichtung eines völlig neuen Forst-Landesbetriebs. Dazu müssten die unteren Behörden aufgelöst werden. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Martina Gregor-Ness (SPD)
  • Martina Gregor-Ness (SPD), 17.12.08
Norbert Schulze DVU (Quelle: rbb)

Norbert Schulze (DVU)

erinnert an die unterschiedlichen Positionen der Parteien. Mit der DVU sei zwar eine Reform, aber nie mit gravierenden Einschnitten für die Betroffenen, machbar. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Norbert Schulze (DVU)
  • Norbert Schulze (DVU), 17.12.08
Dieter Helm CDU (Quelle: rbb)

Dieter Helm (CDU)

wirft der Linken vor, künstlich Defizite "herbei zu reden". Er ist überzeugt, dass es sich um ein tragfähiges Konzept handelt und verteidigt den Gesetzentwurf. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Dieter Helm (CDU)
  • Dieter Helm (CDU), 17.12.08
Dietmar Woidke SPD (Quelle: rbb)

Dietmar Woidke (SPD)

Der Minister ist überzeugt, dass es sich hier um eine historische Stunde handelt. Mit diesem Gesetzentwurf ende eine über ein Jahrzehnt andauernde quälende Debatte mit Dauerreformen und Dauerdiskussionen. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Dietmar Woidke (SPD)
  • Dietmar Woidke (SPD), 17.12.08
Kornelia Wehlan Die Linke (Quelle: rbb)

Kornelia Wehlan (Die Linke)

weist den Vorwurf von Dietmar Woidke zurück, eine Demagogin zu sein. Sie wiederholt und bekräftigt erneut, dass es sich bei diesem Gesetz nicht um einen ordentlichen Entwurf handle und hier sehr wohl "Chaos" entstehe. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Kornelia Wehlan (Die Linke)
  • Kornelia Wehlan (Die Linke), 17.12.08

Polizeigesetz - 2. Lesung

Sechstes Gesetz zur Änderung des Polizeigesetzes

Die Landesregierung will die Befugnisse der Polizei besonders in den Bereichen Handyortung und Erfassung von Kennzeichen ausweiten. In der Debatte wird auch eine begleitende Evaluation diskutiert, durch die die Änderungen zeitlich befristet sind. Der Landtag stimmt der Novelle des Polizeigesetzes zu. Gesetzentwurf

Hans Jürgen Scharfenberg (Die Linke) (Quelle: rbb)

Hans-Jürgen Scharfenberg (Die Linke)

ist überzeugt, dass Brandenburg keine Handyortung und keine automatische Erfassung von Kennzeichen brauche. Es gebe zu wenige Fälle und zu hohe Kosten. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Hans Jürgen Scharfenberg (Die Linke)
  • Hans Jürgen Scharfenberg (Die Linke), 17.12.08
Britta Stark SPD (Quelle: rbb)

Britta Stark (SPD)

möchte, dass die Polizisten mit allen Mitteln ausgestattet werden, um sicher und gut arbeiten zu können. Deshalb stimme sie dem Antrag zu. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Britta Stark (SPD)
  • Britta Stark (SPD), 17.12.08
Michael Claus DVU (Quelle: rbb)

Michael Claus (DVU)

weist darauf hin, dass die Telekommunikationsüberwachung immer noch erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken aufwerfe und nur schwer mit dem Grundgesetz vereinbar sei.
_mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Michael Claus (DVU)
  • Michael Claus (DVU), 17.12.08
Sven Petke CDU (Quelle: rbb)

Sven Petke (CDU)

fragt sich, ob es ehrlich gemeint sein kann, wenn gerade Die Linke datenschutzrechtliche Bedenken habe. Er bekräftigt, dass es eine reale terroristische Bedrohung gebe. Deswegen sei die Änderung notwendig. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Sven Petke (CDU)
  • Sven Petke (CDU), 17.12.08
Jörg Schönbohm CDU (Quelle: rbb)

Jörg Schönbohm (CDU)

beklagt, dass den Polizeibeamten trotz des geleisteten Eids auf das Grundgesetz zu wenig zugetraut werde. Der Innenminister bittet darum, dem Gesetz zuzustimmen und den Beamten mehr Verantwortung zu geben. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Jörg Schönbohm (CDU)
  • Jörg Schönbohm (CDU), 17.12.08

Mehrwertsteuer

Bundesratsinitiative zur Senkung der Umsatzsteuer

Die Fraktion der DVU will mit ihrem Antrag eine Bundesratsinitiative erwirken, deren Ziel es sein soll, die Umsatzsteuer von derzeit 19 Prozent auf 14 Prozent zu senken. Der niedrigere Steuersatz soll der Konjunkturankurbelung dienen. Der Antrag wird abgelehnt. Antrag der Fraktion

Liane Hesselbarth DVU (Quelle: rbb)

Liane Hesselbarth (DVU)

beschreibt die Auswirkungen der Finanzkrise in Brandenburg. Sie verweist darauf, dass in Großbritannien die Umsatzsteuer bereits gesenkt wurde, Italien und Russland wollten folgen. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Liane Hesselbarth (DVU)
  • Liane Hesselbarth (DVU), 17.12.08
Wieland Niekisch CDU (Quelle: rbb)

Wieland Niekisch (CDU)

hält die DVU für verantwortungslos. Sie betreibe eine Mischung aus "Schwarzseherei, Geschichtsklitterung und Populismus".
_mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Wieland Niekisch (CDU)
  • Wieland Niekisch (CDU), 17.12.08
Liane Hesselbarth DVU (Quelle: rbb)

Liane Hesselbarth (DVU)

wirft der Bundesregierung nochmals Untätigkeit in der Finanzkrise vor. Die DVU-Fraktion sei der Meinung, es müsse einen gewaltigen Nachfrageschub geben, um die Wirtschaft anzukurbeln. _mehr

    Im Parlament, 17.12.08
    Liane Hesselbarth (DVU)
  • Liane Hesselbarth (DVU), 17.12.08

Landespolitik im rbb

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Das Nachrichtenmagazin aus Brandenburg. Täglich 19.30 Uhr _mehr

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Im Parlament, 17.12.08
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Das rbb Fernsehen berichtet von der 77. Sitzung des Landtages Brandenburg am 17.12.2008

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