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rbbonline | Landtag Brandenburg | 2008 | 17. September

Im Parlament
Im Parlament
Wahlnavigator; Symbolbild für Stimmabgabe; Quelle: rbb Fernsehen

17. September 2008

71. Sitzung des Brandenburger Landtags

Eineinhalb Wochen vor den Kommunalwahlen am 28. September debattieren die Abgeordneten zunächst über die Situation in den Kommunen. _mehr

TOP 1 - Aktuelle Stunde

"Städte und Gemeinden sind das Rückgrat eines erfolgreichen Landes"

Über die Lage der brandenburgischen Kommunen gehen die Meinungen der Landtagsparteien weit auseinander. Während Finanzminister Rainer Speer (SPD) ihre Kassenlage am Mittwoch positiv beurteilte, malte die oppositionelle Linksfraktion ein düsteres Bild.

Susanne Melior (SPD); Quelle: rbb

Susanne Melior (SPD)

resümiert für die Regierungskoalition, dass die finanziellen Probleme der Kommunen in der Summe abnehmen. Allein die Gewerbesteuer sei seit 2006 um 22 Prozent gestiegen. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Susanne Melior (SPD)
  • Susanne Melior (SPD), 17.09.08
Thomas Domres (Die Linke); Quelle: rbb

Thomas Domres (Die Linke)

bekräftigt die Forderung seiner Partei, die Kommunalfinanzierung im Land neu zu ordnen. Er bestreitet, dass das Finanzausgleichsgesetz der Regierung die chronische Unterfinanzierung der Gemeinden beseitigt. Die Schere zwischen armen und reichen Gemeinden klaffe immer weiter. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Thomas Domres (Die Linke)
  • Thomas Domres (Die Linke), 17.09.08
Sven Petke (CDU); Quelle: rbb

Sven Petke (CDU)

meint, dass die Menschen zufrieden sind mit ihrem Leben in Brandenburgs Kommunen und gerne hier leben. Er weist den Vorwurf der Fraktion Die Linke zurück, dass das Land die Gemeinden finanziell im Stich lasse. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Sven Petke (CDU)
  • Sven Petke (CDU), 17.09.08
Michael Claus (DVU)

Michael Claus (DVU)

wirft der SPD vor, die Aktuelle Stunde zum vordergründigen Kommunalwahlkampf zu nutzen. Dies habe nichts im Parlament zu suchen. Er umreißt ein differenziertes Bild über die Lage der Kommunen im Speckgürtel und in den Randregionen des Landes. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Michael Claus (DVU)
  • Michael Claus (DVU), 17.09.08
Rainer Speer (SPD); Quelle: rbb

Rainer Speer (SPD)

Der Finanzminister spricht von einer deutlichen Zunahme der Steuereinnahmen pro Kopf der Bevölkerung, die sich im ersten Halbjahr 2008 fortgesetzt habe. Die Zahl der Kreise mit einem ausgeglichenen Haushalt sei seit 2007 von sechs auf elf im laufenden Jahr gestiegen. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Rainer Speer (SPD)
  • Rainer Speer (SPD), 17.09.08
Werner-Siegwart Schippel (SPD); Quelle: rbb

Werner-Siegwart Schippel (SPD)

spricht sich dafür aus, zentrale Orte zu fördern: man müsse die "Stärken stärken". Der Linken wirft der Abgeordnete vor, das Engagement vor Ort mit "parteipolitischem Populismus" für eigene Zwecke zu missbrauchen. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Werner-Siegwart Schippel (SPD)
  • Werner-Siegwart Schippel (SPD), 17.09.08
Kerstin Kaiser (Die Linke); Quelle: rbb

Kerstin Kaiser (Die Linke)

verteidigt die Zahlenangaben ihres Kollegen Domres; es gebe sehr wohl große finanzielle Probleme, sieben Landkreise funktionierten nur per Haushaltssicherungsgesetz. Die Abgeordnete spricht sich für Grundzentren statt der Förderung zentraler Orte aus. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Kerstin Kaiser (Die Linke)
  • Kerstin Kaiser (Die Linke), 17.09.08
Jörg Schönbohm (CDU); Quelle: rbb

Jörg Schönbohm (CDU)

wirft der Linken "Nebelwerferei" vor und verteidigt die Kommunalgebietsreform. Die Kreisgebietsreform müsse im nächsten Jahr fortgeführt werden, um E-Government, E-Administration sowie die Ausführung der EU-Dienstleistungsrichtlinie in der Verantwortung vor Ort zu ermöglichen. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Jörg Schönbohm (CDU)
  • Jörg Schönbohm (CDU), 17.09.08

TOP 2

Fragende Roswitha Schier/Schier und Esther Schröder, Quelle: rbb

Fragestunde

Die Landesregierung musste u.a. auf Fragen nach dem Handel mit Melderegister-Daten in Brandenburg und nach der Überlastung der Sozialgerichte durch Hartz-IV-Klagen antworten. Alle Fragen _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Fragestunde
  • Fragestunde, 17.09.08

TOP 3

Brandenburgisches Gaststättengesetz beschlossen

Das Gesetz wird in zweiter Lesung ohne Debatte behandelt. _mehr

TOP 4

"Altanschließer"-Regelung

Nach der zweiten Lesung des Gesetzesentwurfes am Mittwoch soll es am Donnerstag eine außerplanmäßige dritte Lesung geben. _mehr

Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke); Quelle: rbb

Hans-Jürgen Scharfenberg (Die Linke)

sieht wegen der Altanschließer-Problematik "Unsicherheit und Hilflosigkeit" bei den Koalitionsfraktionen. Die von der Landesregierung gewollte Verlängerung der Verjährungsfrist bleibe weit hinter den Erwartungen der Betroffenen zurück. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Hans-Jürgen Scharfenberg (Die Linke) - top4
  • Hans-Jürgen Scharfenberg (Die Linke) - top4, 17.09.08
Ralf Holzschuher (SPD); Quelle: rbb

Ralf Holzschuher (SPD)

betont, Gerechtigkeit in dieser Frage könne "nicht von heute auf morgen" hergestellt werden. CDU und SPD seien aber dafür, dass Haushalte, die schon zu DDR-Zeiten an das Wasser- und Abwassernetz angeschlossen waren, dafür nicht im Nachhinein zur Kasse gebeten werden können. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Ralf Holzschuher (SPD)
  • Ralf Holzschuher (SPD), 17.09.08
Michael Claus (DVU); Quelle: rbb

Michael Claus (DVU)

wirft der Landesregierung vor, die Bürger des Landes zu verärgern. Die Empörung der "Altanschließer" sei berechtigt - denn mit den vorliegenden Initiativen werde deren Situation verschlechtert. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Michael Claus (DVU)
  • Michael Claus (DVU), 17.09.08
Sven Petke (CDU); Quelle: rbb

Sven Petke (CDU)

beschäftigt sich in seinem Redebeitrag vor allem mit den Vorwürfen der Linken und wirft Scharfenberg "gezielte Falschinformationen" vor. Die Linke trage zur Unsicherheit der Bürger bei. Nötig sei jetzt eine Versachlichung der Diskussion über die "Altanschließer". _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Sven Petke (CDU)
  • Sven Petke (CDU), 17.09.08
Jörg Schöhnbohm (CDU); Quelle: rbb

Jörg Schönbohm (CDU)

"Wir benötigen eine Bestandsaufnahme über die Situation der Abwasser-Zweckverbände", sagt der Innenminister. Wenn die Daten vorlägen, könne die Landesregierung eine Bewertung vornehmen. Erst dann seien auch Empfehlungen möglich. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Jörg Schönbohm (CDU)
  • Jörg Schönbohm (CDU), 17.09.08

TOP 5 bis 10

Bei diesen Tagesordnungspunkten handelt es sich jeweils um die 1. Lesung von Gesetzen, die ohne Debatte in die jeweiligen Ausschüsse verwiesen werden.

Gesetz zum Thema Hochschulzulassung
Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Juristenausbildungsgesetzes
Gesetz zum Brandenburgischen Justiz-Schriftgutaufbewahrungsgesetz
Gesetz zur Strukturreform des amtlichen Vermessungswesens
Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes
Gesetz zum Elften Rundfunkstaatsänderungsvertrag

TOP 11

Sozialberufsgesetz

Die Abgeordneten befassen sich in 1. Lesung mit einer Gesetzesvorlage der Landesregierung._mehr

Dagmar Ziegler (SPD); Quelle: rbb

Dagmar Ziegler (SPD)

Die Familienministerin wirbt dafür, das brandenburgische Sozialberufsgesetz zu modernisieren. Soziale Berufe hätten sich in den letzten 15 Jahren stark verändert. Außerdem müsse die Landesgesetzgebung an EU-Recht angepasst werden. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Dagmar Ziegler (SPD)
  • Dagmar Ziegler (SPD), 17.09.08
Kerstin Bednarsky (Die Linke); Quelle: rbb

Kerstin Bednarsky (Die Linke)

sieht beim vorliegenden Gesetzentwurf noch "Beratungs- und Klärungsbedarf". Hauptziel des Entwurfs sei eine Umstellung von Diplom- auf Bachelor-Studiengänge. Damit sei aber auch eine Verkürzung der Studiendauer von acht auf sechs Semester verbunden. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Kerstin Bednarsky (Die Linke)
  • Kerstin Bednarsky (Die Linke), 17.09.08
Sylvia Lehmann (SPD); Quelle: rbb

Sylvia Lehmann (SPD)

bewertet den Gesetzesentwurf ähnlich wie die Familienministerin Ziegler. Näheres müsse jetzt in den Fachausschüssen besprochen werden. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Sylvia Lehmann (SPD)
  • Sylvia Lehmann (SPD), 17.09.08
Birgit Fechner (DVU); Quelle: rbb

Birgit Fechner (DVU)

kritisiert, die Anpassung an EU-Recht hätte nach den Vorgaben der Europäischen Union schon im Oktober 2007 stattfinden müssen: "Das hat aber die Landesregierung verschlafen." Dennoch stimme ihre Partei einer Überweisung in die Ausschüsse zu. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Birgit Fechner (DVU)
  • Birgit Fechner (DVU), 17.09.08

TOP 12

Polizeigesetz

Der in 1. Lesung behandelte Gesetzesentwurf sieht vor, die im Dezember auslaufende Erprobungsphase von Handy-Ortung und automatischer Kennzeichen-Fahndung um drei Jahre zu verlängern. _mehr

Jörg Schöhnbohm (CDU); Quelle: rbb

Jörg Schönbohm (CDU)

Nach den Worten des Innenministers sind Handy-Ortung und automatische Kennzeichenfahndung notwendig, um der Polizei wichtige Ermittlungsinstrumente zur Gefahrenabwehr nicht aus der Hand zu nehmen. Sie seien mittlerweile "polizeiliche Standardmaßnahmen".
_mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Jörg Schöhnbohm (CDU)
  • Jörg Schöhnbohm (CDU), 17.09.08
Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke); Quelle: rbb

Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke)

kritisiert, das brandenburgische Polizeirecht werde seit Jahren "immer restriktiver". Kennzeichenfahndung und Handy-Ortung hätten Datenschützer und Juristen schon vor zwei Jahren bei der Einführung deutlich kritisiert. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke)
  • Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke), 17.09.08
Britta Stark (SPD); Quelle: rbb

Britta Stark (SPD)

plädiert dafür, Handy-Ortung und Kennzeichenfahndung wissenschaftlich zu untersuchen. Schließlich handele es sich um "hohe Grundrechtseingriffe". _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Britta Stark (SPD)
  • Britta Stark (SPD), 17.09.08
Michael Claus (DVU); Quelle: rbb

Michael Claus (DVU)

kritisiert, das Innenministerium mache es sich mit dem Gesetzesentwurf zu einfach. Dass die Polizei die beiden Ermittlungsmethoden tatsächlich brauche, belege das Ministerium nicht. Gegen Handy-Ortung und Kennzeichenfahndung gebe es immer noch verfassungsrechtliche Bedenken. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Michael Claus (DVU)
  • Michael Claus (DVU), 18.09.08
Sven Petke (CDU); Quelle: rbb

Sven Petke (CDU)

spricht sich deutlich für Handy-Ortung und Kennzeichen-Fahndung aus. Die Polizei brauche eine "starke gesetzliche Grundlage". "Ich kann die Kritik an diesen polizeilichen Maßnahmen nicht nachvollziehen." _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Sven Petke (CDU)
  • Sven Petke (CDU), 17.09.08

TOP 13

Gesetz zur Änderung des Landesaufnahmegesetzes

Der Gesetzentwurf der Landesregierung wird an den zuständigen Ausschuss überwiesen.

TOP 14

Kommunale Selbstverwaltung

Die Landesregierung antwortet auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linke. Sie will u.a. wissen, wie sich der Personalbestand in den Landkreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden entwickelt hat. Anfrage und Antwort

Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke); Quelle: rbb

Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke)

erklärt, dass die Große Anfrage seiner Partei erst der Auftakt zu einer intensiven Debatte zur kommunalen Selbstverwaltung sei. Die Kommunen seien wie ein "fünftes Rad am Wagen der Landesregierung". _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke)
  • Hans–Jürgen Scharfenberg (Die Linke), 18.09.08
Ravindra Gujjula (SPD); Quelle: rbb

Ravindra Gujjula (SPD)

dankt der Linken, solch ein umfangreiches Werk angeschoben zu haben. Er könne die Kritik der Linken nicht teilen, obwohl er anfänglich mit Angst der Kommunalgebietsreform entgegengesehen hätte. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Ravindra Gujjula (SPD)
  • Ravindra Gujjula (SPD), 17.09.08
Michael Claus (DVU); Quelle: rbb

Michael Claus (DVU)

beklagt, dass der Brandenburger Sonderweg der Re-Kommunalisierung zu Lasten der ortsansässigen Dienstleister und Unternehmen vorgenommen worden sei und kommentiert einzelne Punkte der Anfrage. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Michael Claus (DVU)
  • Michael Claus (DVU), 18.09.08
Sven Petke (CDU); Quelle: rbb

Sven Petke (CDU)

konstatiert Zufriedenheit der Brandenburger mit ihren Kommunen und ihren Angeboten. Es gäbe im Landtag allerdings eine Partei - Die Linke - die Positives immer in Abrede stelle. Die Antworten auf die Große Anfrage zeigten, dass die Entwicklung in Brandenburg eine Erfolgsbilanz sei. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Sven Petke (CDU)
  • Sven Petke (CDU), 18.09.08
Jörg Schönbohm (CDU); Quelle: rbb

Jörg Schönbohm (CDU)

kritisiert die Linke für mangelnde Anerkennung von Fortschritt und Erfolg. Gesetze seien entschlackt, Aufgabenfelder für die Kommunen geöffnet und eine finanzielle Ausstattung auf den Weg gebracht worden. Auch habe bürgerschaftliches Engagement zugenommen. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Jörg Schönbohm (CDU)
  • Jörg Schönbohm (CDU), 18.09.08
Thomas Domres (Die Linke); Quelle: rbb

Thomas Domres (Die Linke)

freut sich, dass mit den Antworten der Großen Anfrage eine "gute Grundlage" für die weitere Arbeit geschaffen worden sei. Allerdings zeige sich, dass Diskussionen im Land sowie alle Vorschläge und Anregungen ignoriert würden. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Thomas Domres (Die Linke)
  • Thomas Domres (Die Linke), 18.09.08

TOP 15

Breitband-Internetnutzung in ländlichen Regionen

Die Regierung stellt ihr Konzept vor, das sie gemäß einem Landtagsbeschluss von Anfang Juli erstellt hat.

Ulrich Junghanns (CDU); Quelle: rbb

Ulrich Junghanns (CDU)

Der zuständige Minister stellt das Konzept der Landesregierung vor, den Erfordernissen aus Wirtschaft, Bildung und Verwaltung zu genügen. An erster Stelle seien die Provider gefordert, aber die Landesregierung wolle in Zusammenarbeit mit den Kammern, Verbänden und gut 30 Unternehmern den Prozess fördern. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Ulrich Junghanns (CDU)
  • Ulrich Junghanns (CDU), 18.09.08
Kerstin Meier (Die Linke); Quelle: rbb

Kerstin Meier (Die Linke)

begrüßt die Vorlage eines Landeskonzeptes; es sei eine gute Grundlage für die nächsten Schritte, für die die Linke bereits einen Entschließungsantrag vorgelegt habe. Bereitstehende Bundesmittel dürften für 2008 nicht verlorengehen. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Kerstin Meier (Die Linke)
  • Kerstin Meier (Die Linke), 17.09.08
Barbara Hackenschmidt (SPD); Quelle: rbb

Barbara Hackenschmidt (SPD)

unterstreicht die Bedeutung der Internet-Anbindung für die ländliche Region. Mit der Vorlage des Landeskonzepts seien jetzt die Betreiber gefragt, die Kommunen sollten das Gespräch suchen, um "ideenreiche Lösungen zu finden". _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Barbara Hackenschmidt (SPD)
  • Barbara Hackenschmidt (SPD), 17.09.08
Liane Hesselbarth (DVU); Quelle: rbb

Liane Hesselbarth (DVU)

sieht Parallelen zwischen Brandenburg und "Out-Back Australien", da beide Notstandsgebiete seien. Das Land reagiere zu spät, das Konzept sei nicht mehr wert als das Papier, auf dem es geschreiben sei. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Liane Hesselbarth (DVU)
  • Liane Hesselbarth (DVU), 18.09.08
Detlef Karney (CDU); Quelle: rbb

Detlef Karney (CDU)

reagiert auf den Entschließungsantrag der Linken und weist darauf hin, dass einen Landesrichtlinie in Vorbereitung sei. Die Finanzierung sei seitens des MLUV sichergestellt. Eine Prioritätenliste, wie von der Linken vorgeschlagen, sei rechtlich nicht möglich. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Detlef Karney (CDU)
  • Detlef Karney (CDU), 18.09.08

TOP 16

Beschlüsse zu Petitionen

Die Landesvertreter nehmen die Übersicht 11 des Petitionsausschusses zur Kenntnis.

TOP 17

Gewährleistung der Öffentlichkeit von Ausschusssitzungen

Die Fraktion der DVU möchte alle Ausschusssitzungen für Zuschauer zugänglich machen. _mehr
Der Landtag lehnt den Antrag in namentlicher Abstimmung mit sechs Ja-Stimmen und 60 Nein-Stimmen ab.

Sigmar-Peter Schuldt (DVU); Quelle: rbb

Sigmar-Peter Schuldt (DVU)

will mit seiner Fraktion erreichen, dass die Sitzungen der Ausschüsse zukünftig öffentlich sind. Wenn sich der Landtag gerade dort, wo die parlamentarische Arbeit "am klarsten sichtbar" werde, hinter verschlossene Türen zurückziehe, sei das ein "schlechtes Signal". _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Sigmar-Peter Schuldt (DVU)
  • Sigmar-Peter Schuldt (DVU), 18.09.08
Barbara Richstein (CDU); Quelle: rbb

Barbara Richstein (CDU)

weist für SPD und CDU die DVU-Initiative scharf zurück. Einige Ausschüsse würden bereits jetzt öffentlich tagen. Bürger wie Abgeordnete sollten aber nicht durch "starre Regelungen" gegängelt werden. Deswegen sollten die Ausschüsse nicht "generell" öffentlich sein. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Barbara Richstein (CDU)
  • Barbara Richstein (CDU), 17.09.08
Christian Görke (Die Linke); Quelle: rbb

Christian Görke (Die Linke)

betont, dass es gute Gründe für öffentliche Ausschuss-Sitzungen gebe. Sicherlich sei dafür aber auch eine "demokratische Mehrheit" im brandenburgischen Landtag möglich. "Deswegen brauchen wir den Antrag der rechtsextremen DVU nicht." _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Christian Görke (Die Linke)
  • Christian Görke (Die Linke), 18.09.08
Sigmar-Peter Schuldt (DVU); Quelle: rbb

Sigmar-Peter Schuldt (DVU)

greift die anderen Fraktionen im Landtag scharf an. Allein der DVU ginge es in den Ausschüssen um Sacharbeit. Es sei eine "demokratische Pflicht", mehr Transparenz herzustellen. Gegen öffentliche Ausschuss-Sitzungen gebe es kein sachliches Argument. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Sigmar-Peter Schuldt (DVU) 2
  • Sigmar-Peter Schuldt (DVU) 2, 17.09.08

TOP 18

Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung

Bei diesem Thema kommt es zum Eklat, woraufhin der DVU-Abgeordnete Nonninger den Sitzungssaal verlassen muss.
Der Landtag lehnt den DVU-Antrag in namentlicher Abstimmung mit fünf Ja-Stimmen und 56 Nein-Stimmen ab.

Markus Nonninger (DVU); Quelle: rbb

Markus Nonninger (DVU)

sieht Deutschland auf dem Weg in den Überwachungsstaat. "Kontrolle und Zwang" seien inzwischen wieder in der Gesellschaft akzeptiert. Der brandenburgische Landtag solle sich deswegen zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und deren Schutz bekennen. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Markus Nonninger (DVU)
  • Markus Nonninger (DVU), 17.09.08
Christoph Schulze (SPD); Quelle: rbb

Christoph Schulze (SPD)

"Die DVU geriert sich hier als liberale Freiheitspartei. Das ist der Treppenwitz des Jahres." Die DVU sei eine Partei, die "offen, mal verdeckt das Gedankengut aus der NS-Zeit weiter vertritt". Sie stelle die Werte des Grundgesetzes ständig in Frage. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Christoph Schulze (SPD)
  • Christoph Schulze (SPD), 18.09.08
Andreas Bernig (Die Linke); Quelle: rbb

Andreas Bernig (Die Linke)

sagt, der Antrag der mit der NPD kooperierenden DVU sei "an Heuchelei kaum noch zu überbieten". Die Ablehnung des Antrags sei "keine Frage der inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern eine Frage der politischen Hygiene". _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Andreas Bernig (Die Linke)
  • Andreas Bernig (Die Linke), 18.09.08
Markus Nonninger 2 (DVU); Quelle: rbb

Markus Nonninger (DVU)

behauptet, der Propagandaminister der Nazis, Joseph Goebbels, sei ein "rhetorisches Vorbild" des SPD-Abgeordneten Schulze, und wird dafür vom Landtags-Präsidium zurechtgewiesen. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Markus Nonninger 2 (DVU)
  • Markus Nonninger 2 (DVU), 18.09.08
Markus Nonninger 3 (DVU); Quelle: rbb

Markus Nonninger (DVU)

wird von der stellvertretenden Landtagspräsidentin Gerlinde Stobrawa aufgefordert, sich für den NS-Vergleich zu entschuldigen. Dies lehnt Nonninger ab: "Ich habe mich nicht zu entschuldigen für die Wahrheit." Stobrawa belegt Nonninger deswegen mit einem Ordnungsruf. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Markus Nonninger 3 (DVU)
  • Markus Nonninger 3 (DVU), 17.09.08

TOP 19

Fortsetzung des Ganztagsschulprogramms

Die Abgeordneten wollen mehr und bessere Gesamtschulen im Land. Sie fordern die Landesregierung auf, sich beim Bundes-Bildungsgipfel im Oktober dafür einzusetzen, dass das Investitionsprogramm "Zukunft und Betreuung" mit neuer Schwerpunktsetzung fortgeführt wird. Ein Antrag der Fraktion Die Linke wird abgelehnt, ein Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen angenommen.

Gerrit Große (Die Linke); Quelle: rbb

Gerrit Große (Die Linke)

will, dass die Landesregierung auf dem im Oktober stattfindenden Bildungsgipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehr Bundesmittel für Ganztagsschulen fordert. Die Rahmenbedingungen für den Unterricht seien an Ganztagsschulen besser. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Gerrit Große (Die Linke)
  • Gerrit Große (Die Linke), 17.09.08
Ingrid Siebke (SDP); Quelle: rbb

Ingrid Siebke (SPD)

betont, das Ganztagsschulprogramm des Bundes von 2003 sei ein voller Erfolg. Die 130 Millionen Euro, die das Land Brandenburg bekommen habe, seien sinnvoll eingesetzt worden. Jetzt sei es wichtig, die Qualität der Ganztagsangebote zu "stabilisieren". _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Ingrid Siebke (SPD)
  • Ingrid Siebke (SPD), 18.09.08
Birgit Fechner (DVU); Quelle: rbb

Birgit Fechner (DVU)

sagt, die Fortführung des Bundesprogramms sei rechtlich gar nicht möglich. Damit sei auch die Forderung der Linken in ihrem Antrag sei "rechtswidrig". Auch dem "Schaufenster-Antrag" der Koalition werde die DVU nicht zustimmen. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Birgit Fechner (DVU)
  • Birgit Fechner (DVU), 17.09.08
Ingo Senftleben (CDU); Quelle: rbb

Ingo Senftleben (CDU)

meint, Bund und Länder würden sich im Oktober "mit Sicherheit" auf eine weitere Förderung von Ganztagsschulen verständigen. Es müsse aber auch weiterhin Halbtagsschulen geben. Nötig sei eine "Bildungs- und Schul-Vielfalt". _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Ingo Senftleben (CDU)
  • Ingo Senftleben (CDU), 17.09.08
Burkhard Jungkamp (SPD); Quelle: rbb

Burkhard Jungkamp (SPD)

Der Staatssekretär sagt, der Bund habe bei den Verhandlungen im Vorfeld des Bildungsgipfels Vorhaben in den Bereichen berufliche Bildung, Weiterbildung und Bildungsforschung in Aussicht gestellt; die Länder bei der frühkindlichen Bildung, bei Schule und Hochschule. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Burkhard Jungkamp (SPD)
  • Burkhard Jungkamp (SPD), 18.09.08

TOP 20

Stabilität landwirtschaftlicher Betriebe

Die Agrarstruktur in Brandenburg und die Interessen ortsansässiger Betriebe mit Pachtflächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH müsse gesichert werden, fordert Die Linke in ihrem Antrag. Er wird abgelehnt.

Renate Adolph (Die Linke); Quelle: rbb

Renate Adolph (Die Linke)

begründet die Notwendigkeit eines Landesgesetzes mit der Not der betroffenen Landwirte. Pacht und Boden seien um bis zu 50 Prozent teurer geworden. Ortsansässige Landwirte müssten bei Verkäufen bevorzugt werden. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Renate Adolph (Die Linke)
  • Renate Adolph (Die Linke), 17.09.08
Udo Folgart (SPD); Quelle: rbb

Udo Folgart (SPD)

stimmt seiner Vorrednerin zu, dass die Bodenfrage zentral sei. Zwölf Prozent der Agrar-Fläche in Brandenburg sei Pachtland der BVVG. Die Regierung versuche gegenzusteuern, weil die Preisentwicklung besorgniserregend sei, aber rechtlich sei es schwierig. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Udo Folgart (SPD)
  • Udo Folgart (SPD), 17.09.08
Norbert Schulze (SPD); Quelle: rbb

Norbert Schulze (DVU)

hat "sachlich nichts hinzuzufügen" und verweist auf seine Ausführungen im Januar zum Thema. Er unterstützt die Position des Abgeordneten Folgart und lehnt den Antrag der Linken ab. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Norbert Schulze (DVU)
  • Norbert Schulze (DVU), 17.09.08
Dieter Helm (CDU); Quelle: rbb

Dieter Helm (CDU)

erinnert an die ausgiebige Diskussion im Januar und bewertet den Antrag als Teil des Wahlkampfes. Zurzeit könnten die Landwirte noch ein Vorkaufsrecht für ihr gepachtetes Land geltend machen. Erst ab Januar sei der Verkauf nach Höchstgebot möglich. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Dieter Helm (CDU)
  • Dieter Helm (CDU), 17.09.08
Dieter Woitke (SPD); Quelle: rbb

Dieter Woidke (SPD)

Der zuständige Agrar-Minister hat ein Gutachten zur Preisfindung und Regulierung beauftragt und eine Bundesratsinitiative der Ostminister mitinitiiert. Jetzt gebe es eine erste Reaktion des Finanzministeriums. _mehr

    Im Parlament, 17.09.08
    Dieter Woidke (SPD)
  • Dieter Woidke (SPD), 17.09.08

TOP 21

Zustimmung zur Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH

Der Landtag nimmt den Antrag an und stimmte der weiteren Mitgliedschaft von Herrn Minister Speer im Aufsichtsrat der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH zu.

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Landespolitik im rbb

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Das Nachrichtenmagazin aus Brandenburg. Täglich 19.30 Uhr _mehr

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Landtag online

Informationen über die Abgeordneten, Termine, Sitzungsprotokolle und ausführliche Hintergründe zur parlamentarischen Arbeit im Internetangebot des Landtags Brandenburg _mehr

Beschlussprotokoll

der 71. Sitzung am 17. September 2008 _mehr

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/imparlament/brandenburg/2008/17_september/17_september_2008.html

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