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rbbonline | Landtag Brandenburg | 2009 | 18. November 2009

Im Parlament
Im Parlament
Matthias Platzeck; Quelle: dpa

18. November 2009

3. Sitzung des Brandenburger Landtags

Zwei Wochen nach Amtsantritt der ersten rot-roten Koalition in Brandenburg hat Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) seine Regierungserklärung abgegeben. Zwei Partner hätten sich "nüchtern" zusammengetan, um Probleme zu lösen und so vielen Menschen wie möglich eine bessere Zukunft zu ermöglichen, sagte er am Mittwoch vor dem Landesparlament in Potsdam. _mehr

Regierungserklärung

Matthias Platzeck SPD (Quelle: rbb)

Matthias Platzeck (SPD)

In der Regierungserklärung hob Ministerpräsident Platzeck die gemeinsame Verantwortung von SPD und Die Linke hervor. Es müsse ehrlich gesagt werden, "was geht und was nicht“. Die Herausforderungen und Erwartungen seien "beträchtlich“, es seien aber "empfindliche Einschnitte" nicht zu verweiden. Nicht alle Erwartungen könnten "jederzeit und vollständig“ erfüllt werden.  _mehr

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    Matthias Platzeck (SPD)
  • Matthias Platzeck (SPD)

Reaktionen auf die Regierungserklärung

Johanna Wanka (CDU) (Quelle: rbb)

Johanna Wanka (CDU)

Die CDU-Fraktionsvorsitzende bezeichnet Koalitionsvertrag und Regierungserklärung als "kraft- und mutlos". Die Regierung habe es tapfer vermieden, über konkrete Maßnahmen zu sprechen,  es seien Wunschvorstellungen geäußert worden. Dieses Denken grenze an "Realitätsverweigerung". Gleichzeitig werde das Motto "Erneuerung aus eigener Kraft" mit Geldern vom Bund finanziert. _mehr

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    Johanna Wanka (CDU)
  • Johanna Wanka (CDU)
Dietmar Woidke (SPD) (Quelle: rbb)

Dietmar Woidke (SPD)

Der SPD-Fraktionsvorsitzende zeigt sich enttäuscht über die Rede von Johanna Wanka und verteidigt die Regierungserklärung. Zur neu entfachten Stasi-Debatte sagte er: "Keiner hat ein Interesse daran, dass diese Diskussion weitergeht. Wir wollen uns auf die Regierungsarbeit konzentrieren." _mehr

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    Dietmar Woidke (SPD)
  • Dietmar Woidke (SPD)
Hans-Peter Goetz (FDP) (Quelle: rbb)

Hans-Peter Goetz (FDP)

Der FDP-Fraktionsvorsitzende sieht sich veranlasst sich "selbst zu erklären". Es sei der größte Fehler seines Lebens gewesen, damals den Sozialismus für die bessere Idee gehalten und in die SED eingetreten zu sein. Die Kritik an der Regierungserklärung beginnt mit der Bildungspolitik. _mehr

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    Hans-Peter Goetz (FDP)
  • Hans-Peter Goetz (FDP)
Kerstin Kaiser Linke (Quelle: rbb)

Kerstin Kaiser (Die Linke)

Die Fraktionsvorsitzende der Linken unterstreicht die im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen, um Armut und soziale Ungerechtigkeit zu linden. Die Kritik der CDU-Fraktionsvorsitzenden weist sie zurück. So viel könne man nicht überlesen haben, sie möge den Koalitionsvertrag und die Regierungserklärung doch noch einmal genau lesen. _mehr

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    Kerstin Kaiser (Die Linke)
  • Kerstin Kaiser (Die Linke)
Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) (Quelle: rbb)

Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen)

wendet sich gegen eine "Verteufelung“ der neuen Koalition. Die Linke gehöre seit Langem zur demokratischen Landschaft in Deutschland. In seiner Rede kritisiert er dezidiert die Braunkohle-Politik und beklagt einen Mangel an Ideen zur Nachhaltigkeit. Die Regierungserklärung nennt er "hasenfüßig“. _mehr

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    Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen)
Johanna Wanka (CDU) (Quelle: rbb)

Johanna Wanka (CDU)

bezeichnet die Reaktion der Linken-Fraktionschefin Kaiser auf die Regierungserklärung als Rechtfertigungsrede. Kaiser habe nun aber  Regierungsverantwortung und müsse sagen, "was machen wir". Sie müsse entscheiden und dazu stehen. Es sei zudem eine Unverschämtheit, der CDU vorzuwerfen, sie würde die Menschen nicht achten. _mehr

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    Johanna Wanka (CDU)
  • Johanna Wanka (CDU)
Dietmar Woidke (SPD) (Quelle: rbb)

Dietmar Woidke (SPD)

räsoniert über die Rolle der Opposition und die Schwierigkeiten des Rollenwechsels. Dem Grünen-Fraktionschef wirft er vor, falsche Berechnungen für das Stromkraftwerk Jänschwalde anzustellen. Vogel rede einer De-Industrialisierung das Wort. An die FDP gerichtet mahnt er einen ernsthaften Umgang miteinander an. _mehr

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    Dietmar Woidke (SPD)
  • Dietmar Woidke (SPD)
Hans-Peter Goetz (FDP) (Quelle: rbb)

Hans-Peter Goetz (FDP)

bedankt sich bei seinem Vorredner für die Kritik und hofft, dass dessen Fraktion ebenfalls einen ernsthaften Ton zeige. Insgesamt zeigt er sich von der zweiten Runde der Debatte enttäuscht. _mehr

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    Hans-Peter Goetz (FDP)
  • Hans-Peter Goetz (FDP)
Marie Luise von Halem (Bündnis 90/ Die Grünen) (Quelle: rbb)

Marie Luise von Halem (Bündnis 90/Die Grünen)

kritisiert die Vorhaben im Bildungssektor laut Koalitionsvertrag. Die Regierung vermeide, es Stellung zu beziehen und betreibe Etikettenschwindel bezüglich der Anhebung der Qualitätsstandards in Kitas sowie der Streichung von Lehrerstellen. _mehr

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    Marie Luise von Halem (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Marie Luise von Halem (Bündnis 90/Die Grünen)
Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) (Quelle: rbb)

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

macht sich für eine Stärkung der Bürger in Volksentscheiden und für Frauen in politischen Ämtern stark. In der Regierungserklärung fehlt ihr eine Aussage zur Länderfusion Berlin-Brandenburg. _mehr

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    Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Ausfertigungs- und Verkündungsgesetz

Die Abgeordneten stimmen dem Gesetz über die elektronische Ausfertigung und Verkündung von Gesetzen und Rechtsverordnungen des Landes Brandenburg
in erster Lesung zu. Das Gesetz war bereits im Sommer ausgefertigt und verkündet worden. Weil damals aber die dafür notwendige Verfassungsänderung noch nicht in Kraft war, soll es nun aufgehoben und neu erlassen werden.

Gunter Fritsch (SPD) (Quelle: rbb)

Gunter Fritsch (SPD)

Der Landtagspräsident erklärt, warum über das bereits beschlossene, mit dem Gesetz vom Juli 2009 inhaltlich identische Gesetz erneut im Parlament abgestimmt werden muss. Außerdem reagiert er auf die Kritik der FDP, wonach der Landtagspräsident nicht berechtigt sei, Gesetzentwürfe zur Abstimmung in das Parlament einzubringen. _mehr

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    Gunter Fritsch (SPD)
  • Gunter Fritsch (SPD)
Ralf Holzschuher (SPD) (Quelle: rbb)

Mi 18.11.09 00:00

Ralf Holzschuher (SPD)

Mit ihrem Zweifel, ob der Landtagspräsident der Mitte des Parlaments angehört und deshalb berechtigt ist, einen Gesetzesentwurf zur Abstimmung ins Parlament einzubringen, konstruiere die FDP ein Problem. Es gehe ihr nicht um die Sache und den Inhalt des Gesetzes. _mehr

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    Ralf Holzschuher (SPD)
  • Ralf Holzschuher (SPD), 18.11.09
Danny Eichelbaum (CDU) (Quelle: rbb)

Do 19.11.09 00:00

Danny Eichelbaum (CDU)

schließt sich der FDP-Position an, wonach es der Neutralität des Landtagspräsidenten widerspricht, Gesetzesentürfe zur Abstimmung in das Parlament einzubringen. Er verlangt ein "verfassungsgemäßes Gesetzgebungsverfahren" und eine nochmalige inhaltliche Diskussion über das Gesetz. _mehr

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    Danny Eichelbaum (CDU)
  • Danny Eichelbaum (CDU), 19.11.09
Margitta Mächtig (Die Linke) (Quelle: rbb)

Do 19.11.09 00:00

Margitta Mächtig (Die Linke)

weist die Kritik von CDU und FDP zurück, in dem sie eine Feststellung des Oberverfassungsgerichts vom März 2001 zitiert. Danach ist jedem einzelnen Abgeordneten erlaubt, eine Gesetzesvorlage einzubringen. _mehr

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    Margitta Mächtig (Die Linke)
  • Margitta Mächtig (Die Linke), 19.11.09
Hans-Peter Goetz (FDP) (Quelle: rbb)

Do 19.11.09 00:00

Hans-Peter Goetz (FDP)

legt seine Ansicht über die Position des Landtagspräsidenten im Parlament dar und begründet, warum sich die FDP gegen die Gesetzesvorlage durch Fritsch wendet. Gleichzeitig räumt er ein, dass beide Positionen, sowohl die seiner Partei, als auch die der Regierung, vertretbar seien. _mehr

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    Hans-Peter Goetz (FDP)
  • Hans-Peter Goetz (FDP), 19.11.09
Christoph Schulze (SPD) (Quelle: rbb)

Christoph Schulze (SPD)

hält es für ein "starkes Stück", dass nach seiner Ansicht Teile der Opposition dem Landtag der vergangenen Legislaturperiode die Qualifikation für eine sachgemäße Arbeit absprechen. Er antwortet zudem auf Kurzinterventionen bzw. Fragen der CDU-Abgeordneten Wanka, Blechinger und Senftleben.  _mehr

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    Christoph Schulze (SPD)
  • Christoph Schulze (SPD)
Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) (Quelle: rbb)

Do 19.11.09 00:00

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

begrüßt das Ausfertigungsgesetz als Fortschritt. Die Argumente der FDP seien formalistischer Natur. Ihre Fraktion habe weder inhaltliche noch formale Bedenken, weswegen sie ihm in der vorliegenden Form zustimmen werde. _mehr

    Im Parlament
    Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), 19.11.09
Volkmar Schöneburg (Minister / Die Linke) (Quelle: rbb)

Do 19.11.09 00:00

Volkmar Schöneburg ( Die Linke)

Der Justizminister begrüßt den Neuerlass des Gesetzes, weil er rechtliche Unsicherheiten beseitige. Schöneburg appellierte an die Abgeordneten, schnell zu einer sachgerechten Lösung zu kommen. _mehr

    Im Parlament
    Volkmar Schöneburg ( Die Linke)
  • Volkmar Schöneburg ( Die Linke), 19.11.09

Wahl eines neuen Präsidiumsmitgliedes

Der Landtag nahm den SPD-Antrag mit Wahlvorschlag an und wählte den Abgeordneten Dr. Dietmar Woidke in das Präsidium.

Landespolitik im rbb

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Brandenburg aktuell

Das Nachrichtenmagazin aus Brandenburg. Täglich um 19.30 Uhr _mehr

Service

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Video 18.11.09

Im Parlament, 18.11.09
Dirk Platt vor Ort

Im Parlament

Dirk Platt vor Ort

Bericht aus dem Brandenburger Landtag

Video

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Dirk Platt mit Peter Theide (PNN)

Im Parlament

Dirk Platt mit Peter Thiede (PNN)

im Gespräch vor Ort

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/imparlament/brandenburg/20090/18__november_2009/18__november_2009.html

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