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rbbonline | Landtag Brandenburg | 2009 | 21. Oktober 2009 Konstituierende Sitzung

Im Parlament
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Blick in den Plenarsaal des Brandenburger Landtags; Quelle: dpa/Nestor Bachmann

Plenarsaal des Brandenburger Landtags

21. Oktober 2009

Konstituierende Sitzung des 5. Landtags

Am Mittwoch konstituierte sich der neu gewählte Brandenburger Landtag. 31 der 88 Abgeordneten sind erstmals im Landtag. Neu im Parlament sind die Grünen mit fünf und die FDP mit sieben Abgeordneten.  _mehr

Eröffnung der Sitzung

Sieglinde Heppener; Quelle: rbb

Sieglinde Heppener (SPD)

Die Alterspräsidentin des Brandenburger Landtags würdigt in ihrer Eröffnungsrede den Wandel Brandenburgs seit dem Fall der Mauer vor 20 Jahren. Der tiefgreifende Neuanfang sei von den Bürgern mit viel Mut bewältigt worden. _mehr

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    Sieglinde Heppener (SPD)
  • Sieglinde Heppener (SPD)

Geschäftsordnungsdebatte

Die Oppositionsfraktionen konnten sich mit ihrem Antrag für die Wahl eines zweiten Vizepräsidenten nicht durchsetzen. Der Antrag von CDU, FDP und Grüne, die eine Änderung der Geschäftsordnung verlangt hatten, wurde abgelehnt. Gebilligt wurde dagegen der Antrag, Ausschussitzungen künftig öffenlich abzuhalten.

Hans-Peter Goetz (FDP); Quelle: rbb

Hans-Peter Goetz (FDP)

Der Vorsitzende der neuen FDP-Fraktion vertritt die Ansicht, dass ein zweiter Landtagsvizepräsident mit der Brandenburger Verfassung im Einklang steht. Die bisherige Geschäftsordnung des Parlaments sei verfassungswidrig. Außerdem verweist er auf Thüringen, wo jede Fraktion einen Vizepräsidenten stelle. _mehr

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    Hans-Peter Goetz (FDP)
  • Hans-Peter Goetz (FDP)
Günter Baaske (SPD); Quelle: rbb

Günter Baaske (SPD)

Der SPD-Fraktionsvorsitzende verweist darauf, dass in Brandenburg immer die zweitstärkste Fraktion den Vizepräsidenten gestellt habe. Zudem sei der Landtag in den vergangenen 20 Jahren auch gut mit jeweils einem Präsidenten und einem Stellvertreter ausgekommen. Seinem Vorredner Hans-Peter Goetz (FDP) wirft er vor, die Verfassung nicht korrekt zu interpretieren. _mehr

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    Günter Baaske (SPD)
  • Günter Baaske (SPD)
Johanna Wanka (CDU); Quelle: rbb

Johanna Wanka (CDU)

Die neue Fraktionsvorsitzende verweist darauf, dass es in Deutschland kein einziges Landesparlament gebe, in dem die Opposition nicht den Vizepräsidenten stelle. Dies sei eine Frage der Chancengleichheit. Das Argument "Das war schon immer so" sei noch nie ein plausibler Grund gewesen. _mehr

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    Johanna Wanka (CDU)
  • Johanna Wanka (CDU)
Christian Görke (Die Linke); Quelle: rbb

Christian Görke (Die Linke)

Der Parlamentarische Geschäftsführer stellt heraus, dass die CDU in den vergangenen zehn Jahren in der Koalition mit der SPD auch kein Problem damit gehabt habe. Da gebe es jetzt offenbar einen "Perspektivwechsel", meint Görke mit Blick auf den Wechsel der CDU auf die Oppositionsbank. _mehr

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    Christian Görke (Die Linke)
  • Christian Görke (Die Linke)
Marie-Luise von Halem (Bü90/Die Grünen); Quelle: rbb

Marie-Luise von Halem (Bü90/Die Grünen)

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen bekundet in ihrer ersten Rede vor dem Parlament die Hoffnung auf eine gute sachliche Zusammenarbeit. Sie hätte sich gewünscht, dass die stärkste Oppositionsfraktion einen Vizepräsidenten stelle. Es gehe hier nicht um einen Dienstwagen, sondern die Würdigung der Opposition. _mehr

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    Marie-Luise von Halem (Bü90/Die Grünen)
  • Marie-Luise von Halem (Bü90/Die Grünen)

Wahl des Landtags- und Vizepräsidenten

Der SPD-Politiker Gunter Fritsch wurde mit 57 Ja-Stimmen, 24 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen erneut zum Präsidenten des Landtags gewählt. Auch die Linke-Politikerin Gerlinde Stobrawa wurde zur Vize-Präsidentin des Landtags wiedergewählt.

Gunter Fritsch (SPD); Quelle: rbb

Gunter Fritsch (SPD)

Der wiedergewählte Landtagspräsident äußert in einer kurzen Rede Genugtuung, dass die DVU nicht mehr im Landtag vertreten ist. Jetzt seien zwei demokratische Parteien neu im Landtag - dies freue ihn. _mehr

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    Gunter Fritsch (SPD)
  • Gunter Fritsch (SPD)

Stasi-Tätigkeit von Abgeordneten

Die Überprüfung der neu gewählten Landtagsabgeordneten auf eine frühere Stasi-Mitarbeit soll per Gesetz geregelt werden. Ein Gesetzentwurf der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen sowie ein Antrag der Fraktionen von SPD und Linken wurde an den Hauptausschuss überwiesen. Ein CDU-Antrag, der eine freiwillige Überprüfung vorsah, wurde in namentlicher Abstimmung abgelehnt.

Axel Vogel (Bü90/Die Grünen); Quelle: rbb

Axel Vogel (Bü90/Die Grünen)

Der Fraktionsvorsitzende hält einen gründlichen Diskurs über Verstrickungen mit der DDR-Staatssicherheit für unvermeidlich. Dabei gehe es nicht darum, frei gewählten Abgeordneten das Mandat zu entziehen. Aber eine Tätigkeit für das MfS müsse öffentlich gemacht werden. Im Gegensatz zur CDU sehe er in einer Regierungskoalition mit den Linken keinen Verrat an der Revolution von '89. _mehr

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    Axel Vogel (Bü90/Die Grünen)
  • Axel Vogel (Bü90/Die Grünen)
Günter Baaske (SPD); Quelle: rbb

Günter Baaske (SPD)

ist für eine Überprüfung der Abgeordneten. Da eine Stasi-Überprüfung laut Bundesgesetzgebung nur noch bis 2011 möglich sei, sollte diese "letzte Gelegenheit" genutzt werden. _mehr

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    Günter Baaske (SPD)
  • Günter Baaske (SPD)
Dieter Dombrowski (CDU); Quelle: rbb

Dieter Dombrowski (CDU)

ist für eine Überprüfung als "Zeichen der Transparenz". Dies sei nicht nur eine Formfrage. Zugleich kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, dass zwei ehemalige informalle Mitarbeiter des MfS voraussichtlich den Koalitionsvertrag für die Linke unterschreiben werden. _mehr

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    Dieter Dombrowski (CDU)
  • Dieter Dombrowski (CDU)
Kerstin Kaiser (Die Linke); Quelle: rbb

Kerstin Kaiser (Die Linke)

stimmt dem Anliegen des Gesetzentwurfes der Grünen zu und verweist auf die Entscheidung ihrer Fraktion vom Vortag. Alle Abgeordneten würden sich einer freiwilligen Selbstüberprüfung unterziehen. _mehr

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    Kerstin Kaiser (Die Linke)
  • Kerstin Kaiser (Die Linke)
Dieter Dombrowski (CDU); Quelle: rbb

Dieter Dombrowski (CDU)

bezeichnet eine Spitzeltätigkeit als Charakterfrage. Er glaube nicht, dass Menschen ihren Charakter ändern könnten. Wer freiwillig und ohne Not Leute bespitzelt und ans Messer geliefert habe, gehöre nicht in den Landtag. _mehr

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    Dieter Dombrowski (CDU)
  • Dieter Dombrowski (CDU)
Kerstin Kaiser (Die Linke); Quelle: rbb

Kerstin Kaiser (Die Linke)

fordert in ihrer Reaktion mehr Sachlichkeit ein. Es führe zu nichts, wenn man sich an die "Bau-und Bastelanleitung der Bild-Zeitung" halte.  _mehr

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    Kerstin Kaiser (Die Linke)
  • Kerstin Kaiser (Die Linke)
Linda Teuteberg (FDP); Quelle: rbb

Linda Teuteberg (FDP)

bemerkt, dass die Brandenburger Bürger keine Belehrung bräuchten, wem sie wann und warum zu verzeihen hätten. Man wisse, dass die DDR kein Rechtsstaat gewesen sei. Daher begrüße sie den Antrag der Grünen. _mehr

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    Linda Teuteberg (FDP)
  • Linda Teuteberg (FDP)

Nächste Sitzung: 18. November 2009

 

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Das Nachrichtenmagazin aus Brandenburg. Täglich um 19.30 Uhr _mehr

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Informationen über die Abgeordneten, Termine, Sitzungsprotokolle und ausführliche Hintergründe zur parlamentarischen Arbeit im Internetangebot des Landtags Brandenburg. landtag.brandenburg.de

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Video 21.10.09

Im Parlament, 21.10.09
Heute im Parlament

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Das rbb Fernsehen berichtete live von der konstituierenden Sitzung des 5. Landtages Brandenburg.

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