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Der Dokumentarfilm "Eisenfresser" von Shaheen Dill-Riaz wird in der Kategorie Information und Kultur mit dem renommierten Grimme-Preis ausgezeichnet. Das gab das Grimme-Institut am Mittwoch in Düsseldorf bekannt.
Die Koproduktion von rbb, Arte und Bayerischem Rundfunk beschreibt den Alltag von Saisonarbeitern in Bangladesch, die ausgemusterte Schiffe der Industrieländer abwracken.
Ihre schwere Arbeit, den Alltag mit Sorgen und Freuden dokumentiert der bengalische Regisseur Shaheen Dill-Riaz hautnah. Seine "poetische Kamera" ermögliche einen "genauen Blick auf die Konsequenzen unserer Wohlstandsgesellschaft, die ihre Problemfälle in andere Länder auslagert", heißt es in der Begründung der Jury. Das Wort Wohlstandsmüll sei "eine ziemlich brutale Verharmlosung dessen, was wir den Menschen in Bangladesch zumuten".
Shaheen Dill-Riaz studierte an der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" (HFF). Er lebt in Berlin.
Insgeswamt sind ARD und ZDF die großen Gewinner bei den diesjährigen Grimme-Preisen. Zehn der zwölf Auszeichnungen gehen an die beiden öffentlich-rechtlichen Sender. In der Sparte Fiktion bekam neben vier ZDF-Spielfilmen auch die ARD-Produktion "Frau Böhm sagt nein" mit Senta Berger einen Preis.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2010_03/grimme_preis_rbb_koproduktion.html