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An die Tafel geschriebener Stundenplan (dpa-Archivbild)

Das letzte Reformwort ist in Berlin offenbar noch nicht gesprochen.

Bildung

Neue Debatte über Berliner Schulreform

In die Debatte über die Berliner Schulreform ist überraschend noch einmal Bewegung gekommen.

Hauptpunkt ist die Frage, wie künftig der Zugang zum Gymnasium geregelt wird. Die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat nun vorgeschlagen, statt des geplanten Probejahrs an den Gymnasien einen mehrtägigen Probeunterricht einzuführen.

Der Kritikpunkt: Wenn Schüler das Probejahr nicht bestehen, müssen sie mitten in der Pubertät das Gymnasium verlassen und mit dem Gefühl des Scheiterns leben. Die bildungspolitische Sprecherin der SPD im Abgeordnetenhaus, Felicitas Tesch, sagte der rbb-Welle Radio Berlin 88.8, der Probeunterricht sei eine denkbare Alternative. In Brandenburg sei er bereits üblich.

Die Linksfraktion zeigte sich offen, die Regelung erneut zu beraten. Sie hatte dem Probejahr ohnehin nur widerstrebend zugestimmt.

Die ab dem Schuljahr 2010/2011 geplante Reform sieht vor, dass es neben Gymnasien nur noch die Sekundarschule gibt, in der Haupt-, Real- und Gesamtschulen zusammengelegt werden.

Wer am Gymnasium das erste Probejahr nicht besteht, muss auf die Sekundarschule wechseln, so die bisherigen Pläne des Senats.

Stand vom 12.10.2009

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 12.10.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Schüler (Quelle: dpa)

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