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Mit dem Orden wurden Zivilcourage und Engagement für die Aufarbeitung der SED-Diktatur gewürdigt.
Bundespräsident Horst Köhler hat am Montag in Berlin zwölf Gegner des SED-Unrechts mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Ausgezeichnet wurden unter anderen der Leiter der Forschungs- und Gedenkstätte in der ehemaligen Ost-Berliner Stasi-Zentrale Normannenstraße, Jörg Drieselmann, der Leiter der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, der frühere Berliner Generalsuperintendent Martin-Michael Passauer, der Bürgerrechtler Christoph Polster aus Cottbus und der Schauspieler Jochen Stern aus Bonn.
Stern war 1947 unter dem Vorwurf der Spionage in Frankfurt (Oder) verhaftet worden und saß bis 1954 als politischer Häftling in Bautzen.
Bei der Festveranstaltung im Schloss Bellevue würdigte Köhler Mut und Zivilcourage, sich in einer Diktatur gegen die Unfreiheit aufgelehnt zu haben. Er lobte zudem das Engagement der Ausgezeichneten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Hubertus Knabe sagte der rbb-Welle RadioBerlin 88,8, er sei dagegen, einen Schlussstrich unter die Debatte zu ziehen. Gerade für die Verfolgten sei es wichtig, dass die nachfolgenden Generationen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.
Knabe ist seit 2001 wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte in Hohenschönhausen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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