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In Berlin versammelten sich tausende Studenten vor dem Roten Rathaus.
Zehntausende Studenten und Schüler sind am Dienstag bundesweit für bessere Bildungsbedingungen auf die Straßen gegangen.
Allein in Berlin beteiligten sich laut Polizei etwa 6000 Menschen an einem Protestzug vom Roten Rathaus zum Kreuzberger Oranienplatz, die Organisatoren sprachen von 17.000 Teilnehmern. In Potsdam waren es nach Angaben der Veranstalter 2000 Demonstranten.
Der Protest richtet sich unter anderem gegen die umstrittenen Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Studenten klagen über eine zu starke Verschulung sowie eine zu große Stofffülle und fordern Korrekturen.
Zunehmend Verständnis für Studenten
Für die bundesweiten Studentenproteste zeigen inzwischen auch zunehmend Bildungspolitiker Verständnis.
Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) sagte im ZDF-Morgenmagazin, die sogenannte Bologna-Reform zur Angleichung der europäischen Studienordnungen müsse vernünftig umgesetzt werden. Veränderungen im Hochschulsystem seien durch die Anzahl der Studierenden notwendig. Auch wollten die meisten jungen Menschen eine gut organisierte Ausbildung.
Zugleich forderte Zöllner ein Finanzierungssystem für die Hochschulen, das die Ausbildung und Lehre von Studenten gleichermaßen honoriert wie die Forschung. Derzeit sei in den meisten Bundesländern der Etat unabhängig von der Studierendenzahl, kritisierte Zöllner.
Auch der Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz, appellierte im rbb-Inforadio an die Verantwortlichen auf die Studentenproteste zu reagieren und für die Umsetzung des Bologna-Prozesses vernünftige Regeln zu schaffen.
Der Präsident der Technischen Universität Berlin (TU), Jörg Steinbach, hat inzwischen angekündigt, einen regelmäßigen Runden Tisch mit Studenten und Vertretern der Hochschule einzurichten. So sollen beispielsweise Probleme bei der Umstellung von Magister- und Diplom auf Bachelor- und Master diskutiert werden, sagte er.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2009_11/Uni-Demo.html