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Der sexuelle Missbrauch von Schülern am katholischen Berliner Canisius-Gymnasium in den 60er bis 80er Jahren hat keine strafrechtlichen Konsequenzen.
Die Taten seien verjährt, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft am Montag mit. Es seien rund 20 Fälle geprüft worden.
Zwei frühere Pater des Jesuiten-Ordens an der Elite-Schule sollen jahrelang Schüler missbraucht haben. Allein in Berlin haben sich rund 30 Opfer gemeldet.
In dem Missbrauchsskandal hatten in den letzten Tagen bundesweit Opfer ihr Schweigen gebrochen. Das Thema soll auf der Bischofskonferenz Ende Februar in Freiburg erörtert werden.
Kolleg lässt Schule bewachen
Nach den vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Missbrauchsvorwürfen lässt die Schule nun seit Montag ihre Eingänge von Sicherheitskräften bewachen. So sollen die Schüler vor Schaulustigen und Journalisten geschützt werden, teilte die Schule mit.
Am ersten Schultag nach den Winterferien begeleiteten viele Eltern ihre Kinder zur Schule.
An dem katholischen Gymnasium waren in den 70er und 80er Jahren mehr als 20 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht worden. Einer der beschuldigten ehemaligen Lehrer hat die Taten eingeräumt. Ein zweiter Beschuldigter bestreitet die Vorwürfe.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_02/verjaehrung.html