rbb online

rbbonline | Nachrichten | Politik

Rundfunk Berlin  Brandenburg
RBB
Parteilogos SPD und Linke (dpa-Archibvild)

Umfragen

BerlinTrend: Wirtschaft und Schulen verbessern

40 Prozent der Berliner betrachten es als vordringlichste Aufgabe des Senats, die Probleme in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt zu lösen.

Das ist das Ergebnis des am Freitag veröffentlichten zweiten Teils des BerlinTRENDs. Er wird im Auftrag von rbb-Abendschau und "Berliner Morgenpost“ vom Meinungsforschungs-Institut Infratest dimap erstellt.

Jeder dritte Berliner spricht sich dafür aus, die Situation an Schulen und in Kitas zu verbessern. Für die unter 45-Jährigen ist das sogar wichtiger als eine Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt.

Die Schulreform mit der Abschaffung der Hauptschule zum kommenden Schuljahr geht für etwas mehr als die Hälfte der Befragten in die richtige Richtung. Besonders groß ist die Unterstützung bei Anhängern von Linken und Grünen mit 78 bzw. 65 Prozent. Unter CDU-Anhängern ist jeder Dritte dafür.

80 Prozent unterstützen den Vorschlag, den Migranten in Berlin die Sozialleistungen zu kürzen, wenn sie ihre Pflichten verletzen. Unter CDU-Anhängern sind 90 Prozent dafür, bei den Grünen-Anhängern 65 Prozent.

Keine Mehrheit für Rot-Rot

Aus dem am Mittwoch veröffentlichten ersten teil des BerlinTrend war zudem hervorgegangen, dass die Berliner SPD in den vergangenen Monaten in der Wählergunst nicht zulegen konnte. Sie liegt weiter bei 23 Prozent. Die CDU bleibt mit 25 Prozent unverändert stärkste Partei in Berlin.

Linke und Grüne stiegen in der Wählergunst. Die Linke legt um zwei Punkte zu und kommt auf 19 Prozent. Das ist ihr bester Wert seit Juni 2001. Auch die Grünen verbessern sich um zwei Punkte und erreichen mit 21 Prozent einen Rekordwert.

Die FDP verliert drei Punkte und liegt bei sechs Prozent. Das ist ihr schlechtester Wert seit November 2007.

Die regierende rot-rote Koalition in Berlin hat weiterhin keine Mehrheit: Sie kommt laut Umfrage auf 42 Prozent. Schwarz-Grün liegt momentan bei 46 Prozent, Rot-Grün bei 44 Prozent.

Wowereit verliert an Beliebtheit

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit bleibt zwar beliebtester Politiker, hat aber deutlich an Zuspruch verloren. "Sehr zufrieden" oder "zufrieden" mit Wowereit äußerten sich 45 Prozent der Befragten, das sind neun Punkte weniger als im vergangenen Dezember.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Innensenator Erhart Körting (SPD) und Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei).

Wenn man den Regierenden Bürgermeister direkt wählen könnte, wäre Wowereit aber klarer Favorit. Seine größte Herausforderin wäre Renate Künast. Bei einer solchen Konstellation würden sich derzeit 46 Prozent für Wowereit entscheiden, 38 Prozent für Künast.

Stand vom 26.03.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 26.03.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

BerlinTrend März 2010

Bildergalerie

Grafik zum Berlin-Trend, Quelle: RBB

BerlinTrend März 2010 - Mittwoch

Eine Erhebung von Infratest dimap im Auftrag der rbb-Abendschau und der Berliner Morgenpost [Galerie]

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_03/BerlinTrend_2.html

Fenster schließen!