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In der Debatte um Missbrauchsfälle hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die katholische Kirche zu glaubwürdiger Aufklärung gemahnt.
Mittlerweile zeige sich, dass es nicht mehr um einen Einzelfall gehe, sondern sich an vielen Orten eine ähnliche Problematik zeige, sagte Wowereit der "Welt am Sonntag".
Deshalb müsse sich die Kirche auch einer glaubwürdigen Aufklärung und Suche nach den Ursachen stellen".
Das Bekanntwerden zahlreicher Missbrauchsfälle in kirchlichen Schulen und Einrichtungen war Ende Januar vom Berliner Canisius-Kolleg ausgegangen. Zwei frühere Pater des Jesuiten-Ordens sollen an der Elite-Schule jahrelang Schüler missbraucht haben. Allein in Berlin hatten sich dutzende Opfer gemeldet.
Missbrauchsvorwürfe gegen frühere Nonne
Zugleich wurden am Sonntag Missbrauchsvorwürfe gegen eine frühere Nonne in einem Kinderheim der Berliner Hedwigschwestern laut.
In der ZDF-Sendung "Mona Lisa" berichtete eine ehemalige Bewohnerin, dass sie in den 50er und 60er Jahren von einer Nonne über Jahre hinweg missbraucht wurde. Die Vorwürfe richten sich gegen eine Frau, die heute 79 Jahre alt ist und noch immer in Berlin lebt.
Man habe Kontakt zu der früheren Nonne aufgenommen, die bereits 1986 aus dem Orden ausgetreten sei, sagte Thomas Gleißner, der von den Hedwigschwestern als Pressesprecher eingesetzt wurde. Die Ordensgemeinschaft sagte die Aufklärung der Vorfälle zu und erklärte sich ausdrücklich zu einem Gespräch mit der Betroffenen bereit.
Das Kinderheim der Hedwigschwestern liegt in Zehlendorf in direkter Nachbarschaft zum Mutterhaus "Sancta Maria".
Das Bekanntwerden zahlreicher Missbrauchsfälle in kirchlichen Schulen und Einrichtungen war Ende Januar vom Berliner Canisius-Kolleg ausgegangen. Zwei frühere Pater des Jesuiten-Ordens sollen an der Elite-Schule jahrelang Schüler missbraucht haben. Allein in Berlin hatten sich dutzende Opfer gemeldet.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_03/Wowereit_mahnt_Kirche_zu_Aufklaerung.html