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Am Holocaust-Gedenktag ist in Berlin und Brandenburg an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert worden. An diesem Tag wird weltweit an die die Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 erinnert.
Brandenburgs Landtagspräsident Fritsch rief bei einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen dazu auf, die Erinnerung an die Nazi-Verbrechen dauerhaft aufrecht zu erhalten. Dies sei keine historische Last, sondern eine große Chance.
In der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Fürstenberg/Havel und Eberswalde lasen Schüler Briefe und Aufzeichnungen von Überlebenden des Massakers in Lidice vor. Das Dorf in Tschechien wurde 1942 von den deutschen Besatzern völlig zerstört, seine Einwohner getötet oder deportiert. Zahlreiche Frauen aus dem Dorf wurden ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück geschickt.
In Berlin wurde am Morgen am Theodor-Heuss-Platz mit einer Schweigeminute an die Opfer des NS-Regimes erinnert. Am Abend findet im Berliner Dom ein Gedenkkonzert statt.
Bei der zentralen Gedenkstunde im Bundestag sprach der Literaturkritiker und Überlebende des Warschauer Ghettos, Marcel Reich-Ranicki, der in seiner Rede aus persönlicher Erinnerung die Verfolgung der Juden und den von den Nazis organisierten Völkermord schilderte.
Bundestagspräsident Lammert forderte in seiner Rede die Zivilgesellschaft auf, sich gegen rechtsextremistische Tendenzen zu wehren. Er erinnerte an die im vergangenen Herbst aufgedeckte Neonazi-Mordserie. Diese Gewalt und dieser Hass seien nicht zu akzeptieren, so Lammert.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_01/gedenken_an_die_opfer.html