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Grabstelle von Hatun Sürücü (dpa-Bild)

Frauen/Gewalt

Kolat erinnert an Todestag von Hatun Sürücü

Zum siebten Todestag von Hatun Sürücü hat Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) zu mehr Respekt vor dem Selbstbestimmungsrecht von Frauen aufgerufen.

Gewalt als Mittel zur Beendigung familiärer Konflikte oder zur Ausübung von Macht über andere Familienmitglieder sei „in keinem Fall hinnehmbar“, erklärte Kolat am Sonntag in Berlin. Alle Mädchen und Frauen müssten unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer religiösen Überzeugung die Möglichkeit haben, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen und frei von Gewalt zu gestalten. 

Die 23-jährige Berlinerin kurdischer Abstammung war am 7. Februar 2005 in Berlin-Tempelhof von ihrem Bruder auf offener Straße erschossen worden, weil sie ihr Leben nicht nach den Vorstellungen der Familie führen wollte. Der jüngste Bruder wurde später als Haupttäter zu einer Jugendstrafe von mehr als neun Jahren Haft verurteilt.

Freisprüche für zwei ältere Brüder wurden vom Bundesgerichtshof aufgehoben. Die beiden Männer entzogen sich jedoch einer erneuten Verhandlung durch die Ausreise in die Türkei.

Stand vom 05.02.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 05.02.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Mo 22.08.11 21:00

Ein Foto der 2005 ermordeten türkischstämmigen Berlinerin Hatun Sürücü auf einem Trauerschreiben (Bild: dpa)

Verlorene Ehre - Der Irrweg der Familie Sürücü

Die Dokumentation befasst sich mit Deutschlands bekanntestem Ehrenmordfall: dem Mord an Hatun Sürücü. Im Februar 2005 wurde sie an einer Bushaltestelle in Berlin von ihrem Bruder erschossen. _mehr

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