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Union-Schal, Fans (dpa-Archivbild)

Nach Bekanntwerden der Stasi-Vorwürfe hatte es Fanproteste gegeben.

Fußball / 2. Liga

Stasi-Verstrickung: Union kündigt Trikotsponsor

Fußball-Zweitliga-Spitzenreiter Union Berlin hat seinem Hauptsponsor ISP mitgeteilt, den vor Saisonbeginn geschlossenen Vertrag kündigen zu wollen.

Das gab ISP am Montag in einer Pressemitteilung bekannt. Der Kontrakt werde wegen der bekanntgewordenen Stasi-Vergangenheit des ISP-Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Czilinsky aufgelöst, hieß es. Von Union Berlin liegen dazu keine Angaben vor.

Das Internetportal "Spiegel online" hatte am Samstag berichtet, dass der heute 51-jährige Czilinsky vor der Wende Führungsoffizier des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit war. Czilinsky soll gegenüber "Spiegel online" eine Stasi-Vergangenheit zugegeben haben. Er war am Montag von seinem Posten zurückgetreten, um einen "Imageschaden vom Klub abzuwenden". Union bestand trotzdem auf die Kündigung.

Der Vertrag mit ISP sollte bis 2014 laufen und dem Klub zehn Millionen Euro einbringen. Er bedaure diese Entwicklung sehr, sagte der ISP-Geschäftsführer und frühere Union-Co-Trainer Dieter Fietz. Ungeachtet einer Kündigung soll die Lizenz des Klubs nicht in Gefahr sein - die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte sie auch ohne die Präsentation des Sponsors erteilt.

Union Berlin verstand sich seit der Neugründung 1966 in der DDR immer als Alternativklub zum Lokalrivalen BFC Dynamo, dessen Ehrenvorsitzender Stasi-Chef Erich Mielke war.

Stand vom 24.08.2009

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 24.08.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
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