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Pokerturnier im Hyatt (dpa, 06.03.2010)

Kriminalität

Nach Poker-Überfall schon 50 Zeugen befragt

Nach dem spektakulären Überfall auf das Berliner Pokerturnier am Samstag hat die Polizei bisher etwa 50 Zeugen befragt.

Eine konkrete Spur zu den Tätern gebe es bislang aber nicht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Die Auswertung der Filmaufnahmen und die Untersuchung der DNA-Spuren gingen mit Hochdruck weiter. Neue Hinweise erhofft sich die Polizei von der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY-ungelöst", die am Mittwoch über den Überfall berichten wird.

Vier Räuber hatten im Hotel "Grand Hyatt" am Potsdamer Platz knapp 242.000 Euro Bargeld aus der Poker-Kasse erbeutet. Ein Wachmann hatte einen Täter zunächst festhalten können, musste ihn aber wieder laufen lassen. Ein Praktikant des Hotels sicherte dabei jedoch einen Großteil des geraubten Geldes.

Gewerkschaft: Dilettanten am Werk

Hotel-Lobby nach dem Überfall 

Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch äußerte sich am Montag zuversichtlich, dass die Kriminalpolizei das Verbrechen bald aufklärt. Die Polizeigewerkschaft im Beamtenbund machte eine neue Dimension von Täter-Dummheit aus. Wer vor laufender Kamera eine solche Tat begehe, sei eher ein Dilettant, sagte der Vorsitzende Rainer Wendt auf n-tv. Auch er rechne damit, dass die Täter schnell gefasst werden. 

Die Täter waren am Samstagnachmittag maskiert und mit Pistolen und einer Machete bewaffne in das Hotel am Potsdamer Platz gestürmt und hatten die Angestellten zur Herausgabe des Geldes gezwungen.

Während des Überfalls brach unter den Teilnehmern des Turniers laut Polizei eine Massenpanik aus, bei der mehrere Personen verletzt wurden. Augenzeugen berichteten von Glassplittern auf dem Weg zu den Spieltischen, Stühle lagen umgekippt auf dem Boden.

Stand vom 09.03.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 09.03.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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