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Humboldt-Universität (Quelle: dpa)

Vorstellungsrunde

Humboldt-Universität zu Berlin

Die Humboldt-Universität ist der "Platzhirsch" in Berlin. Wilhelm von Humboldt gründete die Hochschule im Jahr 1810 mit dem Anspruch, allen Studierenden eine allgemeine humanistische Bildung zu ermöglichen – unter Einheit von Lehre und Forschung. Damit schuf er nicht nur die erste Hochschule der Hauptstadt, sondern auch die erste moderne Universität im ganzen Land. Geistesgrößen wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel, August Boeckh und Robert Koch unterrichteten hier. Mit 27 Nobelpreisträgern in ihrer Geschichte hält die HU den Rekord in der Region.

Zwar ist der letzte Nobelpreis inzwischen über 50 Jahre her. Doch auch heute noch genießt die Humboldt-Uni einen hervorragenden Ruf. An ihren elf Fakultäten lernen über 36.000 Studenten in fast 170 Fächern – beides ist Rekord in Berlin. Es gibt an der HU nicht nur Klassiker wie die Rechtswissenschaft, sondern auch Exoten wie Gehörlosenstudien oder Fischereiwissenschaft.

Die HU hat – ähnlich wie die Freie Universität – eine bewegte Geschichte: Während des Nationalsozialismus kam es an der damaligen "Friedrich-Wilhelms-Universität" zu Bücherverbrennungen, jüdische Wissenschaftler und Studenten mussten die Hochschule verlassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ersetzte die sozialistische Ideologie die nationalsozialistische an der nun "Humboldt-Universität" heißenden Einrichtung.

Nach der Wende kam der Bruch: Das gesamte Personal wurde einer persönlichen und fachlichen Überprüfung unterzogen, es kam zu Stellenabbau und zum Sparzwang. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Fall des HU-Rektors und Theologieprofessors Heinrich Fink, der 1991 wegen seiner einstigen Zusammenarbeit mit der Stasi entlassen wurde. Es folgten aber auch zukunftsweisende Reformen: Die renommierte Charité-Hochschulmedizin fusionierte mit ihrem FU-Pendant zur größten medizinischen Fakultät Europas. Der neu errichtete Campus Adlershof vernetzt erfolgreich naturwissenschaftliche Forschung mit der Anwendung in innovationsorientierten Firmen.

Studierende an der HU müssen 247 Euro je Semester zahlen, davon rund 160 Euro für das Semesterticket. Der Anteil ausländischer Studenten beträgt 13 Prozent. Die elf Fakultäten der HU sind die juristische Fakultät, die landwirtschaftlich-gärtnerische Fakultät, zwei mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultäten, die Universitätsmedizin, vier philosophische Fakultäten, die theologische Fakultät und die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Desweiteren gibt es mit dem Museum für Naturkunde und dem Großbritannien-Zentrum zwei Zentralinstitute, und die HU hat elf interdisziplinäre Zentren: von der Infektionsbiologie und Immunität bis zum Zentrum für Sprachliche Bedeutung.

Stand vom 13.06.2008

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 13.06.2008 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Infos im WWW

Humboldt-Universität zu Berlin

[hu-berlin.de]

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