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WAS!
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Mo 07.11.11 20:15

Rest in der Tube

12,74 Milliarden Euro geben die Deutschen jedes Jahr für Körperpflegemittel aus. Doch einen Teil unserer Kosmetika werfen wir mit der Verpackung ungenutzt in den Müll. Wir wollten wissen, wie viel kommt raus und was bleibt drin?

Untersucht wurden elf Kosmetik-Produkte - vom Deo bis zur Zahnpasta. Um an den Inhalt zu kommen, muss man pumpen oder drücken, quetschen oder auch rollen.

In der Radiologie wurden die vermeintlich leeren Produkte durchleuchtet. Der Computertomograph entlarvt, dass in vielen Verpackungen ein unerreichbarer Rest verbleibt - egal ob Flasche, Spender oder Tube.

Aber wieviel bleibt tatsächlich hängen? Im Landes-Eichamt misst man genau nach.
Experte Yves Roschig wiegt zunächst die vollen Packungen. Sind die Packungen soweit wie möglich ausgequetscht, werden sie nochmals gewogen. Und ein drittes Mal, wenn sie komplett leer sind. Jetzt kann der Experte die genaue Restmenge berechnen. Die Ergebnisse sind überraschend. Schließlich zahlt der Verbraucher das, was in der Tube hängen bleibt, mit.

Beim Deostick bleiben 20,4 % unerreichbar. Bei einem Preis von 1,65 Euro wandern so 34 Cent in den Müll.

Das Make-Up ist der Spitzenreiter im Test. Hier bleiben sogar 35,2% im Fläschchen. Bei einem Preis von 12,45 Euro landen mit jeder vermeintlich leeren Packung 4,38 Euro in der Tonne.

Bei der Handcreme wird der Wegwerf-Rest richtig teuer. 8,5 % kleben in der Tube fest. Die Creme hat aber 80 Euro gekostet. Stolze 6,83 Euro wandern in den Müll.

Das Problem: Eine Gesetzeslücke - denn es ist nicht geregelt, wie viel maximal in einem Produkt zurück bleiben darf.
Dass es anders und besser geht, zeigt eine andere Handcreme – lediglich 1 % bleibt im Spender.
Und ein Zahnpasta-Spender rückt sogar nahezu alles heraus, nur 0,2 % bleiben übrig.

Beitrag von Ulrike Unfug

Dieser Text gibt den Sachstand vom 07.11.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

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