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Toast-Master – so heißt ein Verein, in dem man die freie Rede vor Publikum lernt. Vor allem für Manager und Führungskräfte ist es besonders wichtig, fehlerfrei aufzutreten. Über mehrere Monate haben wir eine Berliner Unternehmerin begleitet.
Ramona Mietzschke ist Coach. Sie berät Unternehmen bei Kommunikationsprozessen. Hilft dabei, wie man in der Firma gut miteinander umgeht. Dazu muss sie oft auch Vorträge halten, öffentlich auftreten, vor Publikum sprechen. Das liegt ihr eigentlich nicht, ihre Stärke ist das Zuhören.
Deswegen hat sie sich bei den Adlershofer Toastmastern gemeldet, um dort das öffentliche Reden zu üben. Denn das ist das Prinzip des 1924 in den USA gegründeten Vereins: nur wer regelmäßig das Reden trainiert, kann es zum Meister bringen. Ein Toastmaster ist jemand, der die Kunst des öffentlichen Redens beherrscht. Toast ist das englische Wort für Trinkspruch. Im Ursprung bezeichnet man als Toastmaster denjenigen, der kunstvolle Trinksprüche ausbringt.
Zweimal im Monat treffen sich die Mitglieder der Adlershofer Toastmaster. Dazu gehören Geschäftsleute, Unternehmer oder Selbstständige wie Ramona Mietzschke. Sie nutzen den Rethorikclub als Probebühne. Hier üben sie ihre Vorträge, die sie später vor Kunden oder Mitarbeitern halten müssen.
Sechse Monate haben wir Ramona Mietzschke bei den Treffen der Toastmaster in Berlin-Adlershof begleitet. Beim ersten Mal hatte sie vor ihrer Rede gehöriges Lampenfieber. Schon am Tag zuvor war sie aufgeregt, und die Nervosität steigerte sich sogar noch, bis sie endlich mit ihrem Auftritt an der Reihe war.
Im Laufe der Monate hat sie gelernt, ihr Lampenfieber allmählich zu zügeln, sich weniger an ihr Manuskript zu klammern und frei zu sprechen. Dabei hilft ihr auch ihr Mentor. Er berät sie und korrigiert sie. Sie hat seitdem deutliche Fortschritte gemacht.
Beitrag von Stephanie Wätjen
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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