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Wenn im Hotel für die meisten Angestellten die Arbeit getan ist, beginnt für sie die Schicht. Nachtportiers übernehmen dann den Empfang und sind Ansprechpartner für die Gäste. Eine Nacht lang blickt was! hinter die Kulissen einer Hotellobby.
Viele verbinden mit dem "Nachtportier" einem älteren Herren mit großem Schlüsselbund. Dabei hat ein moderner "Nightmanager" viel mehr Aufgaben, als Gäste ein- und auszuchecken. Fremdsprachenkenntnisse, Buchhaltung und Datenverarbeitung gehören unbedingt dazu. Außerdem sollte man Freude an der Kommunikation mit Kollegen und Gästen haben.
Wir begleiten Mark Friske eine Nacht im Grandhotel Esplanade am Lützowufer in Berlin.
Nach seiner Ausbildung als Hotelfachmann hat der Köpenicker sich ziemlich bald entschieden, in den Nachtschichtdienst zu wechseln. Seit sieben Jahren beginnt seine Arbeit um 23.00 Uhr und endet morgens um 07.00 Uhr. Manchmal ist er auch am Wochenende im Einsatz.
Mark Friske war schon immer ein Nachtmensch und mag den Kontakt mit dem Gast. Ganz besonders liegt ihm aber die kaufmännischen Seite des Berufs. Und das ist gut so, denn die Gesamtabrechnungen des Tages und die Systemwartung werden in seiner Schicht erledigt. Er bekommt zwar das gleiche Grundgehalt wie die Kollegen, die tagsüber am Desk stehen, aber die Nachtzuschläge sind steuerfrei und damit lukrativ. "Reich wird man mit dem Beruf auf keinem Fall, aber ich kann damit gut leben, einmal im Jahr eine Urlaubsreise machen und brauche auf nichts zu verzichten", sagt der 26-Jährige. Sein restliches Leben will er aber nicht nachts arbeiten, denn er möchte irgendwann eine Familie gründen, und das verträgt sich nicht mit dem Job.
Beitrag von: Milena Hadatty
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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