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Mo 12.12.11 20:15

was!-nachgefragt - Beispiel Lückenbau

Der Bau eines Hauses in der Kollwitzstraße wurde per Gerichtsbeschluss gestoppt. Was hat sich inzwischen getan? Gibt es eine Lösung? Wer hat Recht bekommen?

Das Streitobjekt steht in der Kollwitzstraße in Berlin-Prenzlauer Berg.

Im Februar berichtete was! über einen neu gebauten Seitenflügel, gegen den der Besitzer des Nachbarhauses geklagt hatte und vor dem Oberverwaltungsgericht Recht bekam. Das erklärte in einem einstweiligen Verfahren die Baugenehmigung für nichtig, weil der Neubau wie ein Fremdkörper in den Innenhof hineinrage. Ein Baustopp war die Folge.

Zehn Monate später wurden im unteren Bereich des Neubaus anscheinend neue Fenster eingebaut. Der Hof und das Dach des Anbaus wurden ein wenig begrünt. Vor wenigen Tagen fand eine Mediation zwischen dem Kläger und dem Investor statt – ohne Einigung.

Deshalb geht der lange Weg durch die Instanzen jetzt noch mal von vorne los.
Im so genannten Hauptsacheverfahren wird nun endgültig entschieden, ob der Rohbau vollendet werden darf oder abgerissen werden muss.

Das wird auch bei der Baubehörde mit Spannung verfolgt. Denn das Urteil könnte wegweisend sein, wie dicht Berlins Stadtkern in Zukunft bebaut werden darf. Ein endgültiger Richterspruch ist aber frühestens in drei Jahren zu erwarten.

Beitrag von: Jörn Kersten

Dieser Text gibt den Sachstand vom 12.12.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

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