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Discounter hieß früher: kleine Auswahl, kleiner Service, kleiner Preis. Heute sind die Grenzen zu normalen Supermärkten fließend und immer mehr Händler reden von "Discount", um für ihre Preise zu werben.
Anfang der Sechziger etablierte ALDI das Discounter-Prinzip im Lebensmittelhandel: wenige Artikel, niedriger Preis, bescheidene Präsentation und Ladenausstattung, kein Service. Dafür aber ein hoher Umsatz. Seitdem gibt es viele Nachahmer: Ob bei Möbeln, Drogerien, Kleidung oder Fliesen.
Beispiel Fliesen
Der Discounter wirbt mit unschlagbaren Preisen für hochwertige Fliesen und zusätzlicher Fachberatung. Die Präsentation der Ware ist discountmäßig schlicht gehalten und Bad-Modelle wie im Fachmarkt sucht man hier vergebens. Der Kunde muss wissen, wie sein Bad oder seine Küche hinterher aussehen soll. Das spicht viele Häuslebauer und Heimwerker an.
Beim Berliner Fliesen-Fachmarkt Atala sieht man den Unterschied auf den ersten Blick. Mehr Auswahl und eine aufwändige Präsentation mit 3D-Animationen und so genannten Kojen mit möglichen Badeinrichtungen. Trotzdem sind die Preise nicht zwangsläufig höher als beim Discounter, wie unsere Stichprobe zeigt.
Beispiel Rennräder
Hier gibt der Discounter im Internet generell 10% Rabatt, aber auch der Berliner Fachmarkt Stadler zeigt sich verhandlungsbereit.
Fazit
Unsere Recherche zeigt: Das Discount-Prinzip ist nur im Lebensmittelbereich klar nachzuvollziehen: der Warenkorb mit identischen Produkten war im Supermarkt 7% teurer als im Discounter nebenan. In anderen Branchen lohnt sich ein Preisvergleich allemal.
Und wer hin und wieder Zeit sparen möchte anstatt in den verschiedensten Discountern nach dem günstigeren Preis Ausschau zu halten, für den ist die persönlich Beratung im Fachgeschäft sicher die richtige Alternative.
Beitrag von: Jörn Kersten
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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