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Um die zwei Minuten brauchen Einbrecher in der Regel, ein Schloss zu knacken. Dauert es länger als fünf Minuten, geben die meisten Ganoven auf. Welches Schloss ist für welche Tür geeignet? Zusammen mit dem Chef einer Sicherheitsfirma nimmt was! Schließanlagen unter die Lupe.
Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Was geht der Frage nach, wie kann ich meine Tür einbruchsicher machen. Detlef Herold, Chef einer Strausberger Sicherheitsfirma, nimmt vier unterschiedliche Türen unter die Lupe.
Beispiel 1 - Einfamilienhäuser
Als erstes untersucht der Experte eine vor wenigen Monaten im Baumarkt gekaufte Eingangstür. Seine Einschätzung: Der Beschlag ist aus Aluminium, der Zylinder aus Messing, beides ist leicht zu knacken. Zum Beweis: In Sekundenschnelle ist das Schloss aufgebrochen. Nach Polizeiangaben kommt jeder zweite Einbrecher über die Terrassentür. Experte Herold empfiehlt deshalb den Einbau eines abschließbaren Türgriffs, der sich von außen - z. B. durch ein Loch in der Scheibe - nicht aufhebeln lässt.
Beispiel 2 - Plattenbauten
Besonders leichte Beute für Einbrecher sind Spanplattentüren in unsanierten Häusern. Sie lassen sich mit einem Fußtritt öffnen. Hier empfiehlt der Fachmann den Einbau eines massiven Panzerriegelschlosses. Doch das beste Schloss nutzt nichts, wenn es an einer Papptür befestigt ist. Deshalb muss die Pressspantür mit einer Stahlplatte verstärkt werden.
Beispiel 3 – Gründerzeitbauten
Die alten Doppelflügeltüren sind oftmals stark verzogen und bieten wenig Schutz vor Einbrechern. Für die klassischen Altberliner Türen empfiehlt der Fachmann ein Stangenriegelschloss, das im Mauerwerk über und unter der Tür fest verankert wird. Fazit: Sicherheit hat ihren Preis. Passiert ein Einbruch, sind die Kosten um ein Vielfaches höher.
Beitrag von: Anja Ludewig, Matthias Dautz
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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