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Energiespar-Duschen sparen rund 50% Wasser und Energie, die zur Wassererwärmung nötig ist. was! hat mehrere Duschköpfe getestet - wieviel Wasser lässt sich mit den verschiedenen Modellen sparen? Und wie angenehm und komfortabel ist das Duschen mit reduzierter Wassermenge?
Duschen kann so schön sein, wenn da nicht der hohe Wasserverbrauch wäre. Energie- bzw. Wassersparduschen locken mit einer immensen Wasserersparnis.
Wir haben nachgerechnet, wieviel sich damit sparen lässt:
Wer täglich zehn Minuten duscht, verbraucht mit einem herkömmlichen Duschkopf 15 Liter pro Minute. Das sind im Jahr 55 m³ Wasser.
Mit einer Spardusche verbraucht man lediglich 6 Liter pro Minute und damit nur ca. 22 m³ im Jahr. Das senkt die Wasserkosten um bis zu 150 Euro. Außerdem muss weniger Wasser erwärmt werden – damit lassen sich ca. 190 Euro im Jahr sparen. Insgesamt also ca. 340 Euro weniger als bisher.
Doch wie sieht es mit dem Duschkomfort aus?
Vier Sparbrausen im Test
"Novolence" von RST. Verbrauch: 8,4 Liter pro Minute. Preis: 18 Euro.
"Crometta 85 Green" von Hansgrohe. Verbrauch: 6 Liter. Preis: 22 Euro.
"ili-D Viktoria" von Ilisin & Sohn. Verbrauch: 6 Liter. Preis: 79 Euro.
"Bubble -Rain" von Wolf. Verbrauch: 6 Liter. Preis: 83 Euro.
1. Testkriterium: Wasserverbrauch
Alle vier Sparbrausen verbrauchten in unserem Praxistest sogar weniger Wasser als vom Hersteller angegeben war, weil der Wasserdruck in unserem Test-Badezimmer etwas gering war.
"Novolence" : 5 Liter/Minute
"ili-D Viktoria": 4,75 Liter/Minute
"Crometta 85 Green": 4,5 Liter/Minute
"Bubble-Rain": 4 Liter/Minute
2. Testkriterium: Duscherlebnis
Das Funktionsprinzip von "Bubble-Rain" und "Crometta 85 Green" ist identisch: Bei beiden wird Luft angesaugt. So entstehen mit Luft gefüllte Wasserblasen, die ein volles Volumen vermitteln. Der Wasserstrahl wird dadurch weicher.
Anders bei der "Novolence": Das Wasser wird durch eine Düse geleitet, beschleunigt und in viele feine Tropfen zerteilt. Das ergibt ein gefühlt größeres Volumen. Und die Drei-Loch-Scheibe an der Austrittsöffnung beugt Verkalkungen vor. Der Strahl ist kräftig, aber – bedingt durch nur drei Austrittsöffnungen - nicht breit gefächert.
Die "ili-D Viktoria" funktioniert durch die patentierte Unterdrucktechnik, die für volle Tropfen sorgen soll.
Unsere beiden Praxistester probierten alle vier Duschbrausen aus.
Sven favorisierte die "Crometta 85 Green", weil ihr Duschstrahl am breitesten gefächert war.
Nicole gefiel die "Novolence" am besten, weil deren Duschstrahl am stärksten war, und die Brause dadurch einen leichten Massageeffekt hatte.
3. Testkriterium: Haarewaschen
Auch wenn wir in Internetforen viele Einträge gefunden haben, dass es beim Haarewaschen mit den Sparbrausen Probleme gibt - bei unserer langhaarigen Testerin Nicole klappt das Ausspülen des Shampoos mit allen vier Brausen einwandfrei.
Fazit
Mit einer Sparbrause lassen sich jede Menge Wasser- und Energiekosten sparen. Wem welches Modell gefällt, ist von den individuellen Vorlieben abhängig.
Einige Hersteller von Sparbrausen bieten eine Rückgabegarantie innerhalb von 14 Tagen nach Kauf an, auch wenn die Brause benutzt wurde.
Beitrag von: Gela Braun
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/was/archiv/was__vom_30_01_2012/was__testet__energiespar.html